Wirrsal der Träume

Das erste Fragment beginnt damit, dass ich mich fluchend auf die Suche nach einem Stückchen blauen Draht begebe, das ich für den Anschluss einer Lampe benötige. Ich finde natürlich nichts und schimpfe unaufhörlich vor mich hin. Offensichtlich scheint mir das zu gefallen, denn der nächste Traum setzt diese Tendenz fort. Er beginnt in meinem Büro, in dem ich erfahre, dass jemand aus einer anderen Abteilung seinen Schlüssel verloren hat. Ich mutmaße, dass er einen Ersatzschlüssel von seiner Chefin bekommen hat. Ich weiß zwar nicht, inwieweit ich damit befasst bin, aber es reicht für den nächsten Ausbruch einer wahren Schimpfkaskade. Dabei fällt mir ein, dass ich ein neues Passwort für den Zugang zum Wissenschaftsnetz bekommen habe. Um das Passwort zu testen, suche ich nach einer geeigneten Workstation, finde aber nur einen Computer, der in einen Spalt zwischen einem Brett und der Wand gezwängt ist. Auf der Suche nach einem Computer, den ich bedienen kann, laufe ich durch das ganze Haus. Schließlich lande ich in der Notaufnahme, in der gerade der Schichtwechsel stattfindet. Die leitende Schwester bittet mich, eine Patientin in den Rollstuhl zu hieven. Erst danach könne sie sich um mein Anliegen kümmern. In einem abgedunkelten Raum jenseits des Flurs liegt eine HNO-Patientin in einem Patientenbett, die mit einer übernatürlich weit aufgerissenen, schwarzen Mundhöhle schnarcht und überhaupt eine riesige Körperfülle aufweist. Ich verstehe, warum mich die Schwester gebeten hat, ihr zu helfen. Sie weckt die Patientin reichlich unsanft und fasst sie schließlich mit beiden Armen unter den Kniekehlen, um sie in den Rollstuhl zu heben. Ich packe mit an, aber die Patientin ist wider Erwarten federleicht. Merkwürdigerweise springt sie aus dem Rollstuhl wieder hoch und geht völlig normal im Raum umher, um ihre Tabletten einzunehmen. Kurz darauf plagt mich ein anderes Bedürfnis, und ich suche eine Toilette. Ich finde eine ganze Reihe von Toilettenkabinen, die direkt an den Flur angrenzen, aber durch einen Vorhang nur notdürftig abgeschirmt werden. Auf der Suche nach abschließbaren Toiletten gelange ich durch eine Milchglastür in einen Umkleideraum, der zwar viele Spinde enthält, aber keine einzige Toilette. Der komplett geflieste Raum ist merkwürdigerweise nahe am Boden von armdicken Röhren durchzogen und wirkt wie eine Mischung aus einem Umkleideraum im Schwimmbad und einem Heizraum. Rechts und links stehen symmetrisch die Reihen der Spinde, während man über eine kleine Rampe auf eine leicht erhöhte Galerie gelangt, von der aus man den Raum überblicken kann. Als ich einen Mann, der dort oben steht, nach Toiletten frage, sieht er zunächst durch mich hindurch, als wäre ich aus Glas. Dann hält er zwei aufgeschnittene, rote Peperoni vor meinem Gesicht in die Höhe und stellt sie aufrecht auf eine Waage. Er versucht zwar, lustig zu klingen, ist aber höchst verärgert. „Sehen Sie! Alles für die Studenten!“ Da mich die Studenten nicht interessieren und ich ganz dringend eine Toilette benötige, verlasse ich das Gebäude und stürme einen grasbewachsenen Hügel hinauf, wobei ich mich fallen lasse und vor Wut in einen Grasbüschel beiße. Dabei fällt mir mein Schlüssel aus der Hand und landet direkt vor meinen Augen. Auf einem Stück Blech, das mit dem Schlüssel am Schlüsselbund hängt, sind wichtige Hinweise eingraviert, die ich nicht entziffern kann, da ich sofort danach aufwache.

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