Betriebsausflug

Ich befinde mit einer Gruppe von Arbeitskollegen auf einem Betriebsausflug, der sich über mehrere Tage erstreckt. Nach einem kleinen Imbiss wollen wir unser Quartier beziehen und werden von einer Frau mit offenen, schwarzen Haaren durch die Räume geführt, als plötzlich über die Sprinkleranlage das ganze Hotel unter Wasser gesetzt wird. Ich stehe dabei mit der Gruppe im Erdgeschoss vor dem Hotel und sehe durch ein Fenster in einen kahlen Raum, in dem die Frau steht und die Augen zusammenpresst, da ihr das Wasser in Strömen über das Gesicht läuft. Ich entferne mich daraufhin von der Gruppe und lasse mich im ersten Schock rückwärts in das grüne Gras fallen. Einige lachen über mich und kommentieren meine etwas übertriebene Reaktion. Schließlich ist klar, dass wir im Freien übernachten werden und richten uns darauf ein, die Nacht auf den Bierbänken und -tischen vor dem Hotel zu verbringen. Meinen Kollegen scheint das nichts auszumachen; es steht ja eine warme Sommernacht bevor. So feiern sie unverdrossen weiter, während meine Unzufriedenheit über die fehlende Übernachtungsmöglichkeit weiter wächst und ich immer verdrossener werde. Ich werfe einen Seitenblick auf meine Kollegin M., die ich hier nicht vermutet hätte und deren Anblick meine Stimmung weiter abfallen läßt. Schließlich reiße ich mich von meinen Kollegen los, und auf die vorwurfsvolle Frage: „Was machen Sie denn jetzt?“ antworte ich gereizt: „Ich weiß nicht, was ihr macht, aber ich suche mir jetzt eine Unterkunft.“ Dabei plagt mich die Sorge, dass mein Geld für 14 Tage nicht reichen könnte, auch wenn ich nur 20 Euro pro Nacht ausgeben muss. Ich überschlage den Betrag und mache mich auf den Weg. Dabei gehe ich mehrere Stufen an einer Mauer entlang nach unten, die einen Fußgängerstreifen von der Straße abtrennt. Ich befinde mich mitten im historischen Ortskern, und vor einem mit warmen Orangetönen dekorierten Reisebüro liegen zwei Gestalten in weißen Laken auf der Mauer. Als ich auf sie zugehe, stehen sie auf und versuchen sich gegenseitig zu erhaschen. Sie spielen, lachen und benehmen sich so völlig ungezwungen, als wäre ich gar nicht vorhanden. Da sie wie blasse Vampire geschminkt sind, bin ich anfangs etwas verwirrt und halte sie für einen Jungen und ein Mädchen. Aber als ich sie aufmerksam studiere, fällt mir auf, dass es zwei Mädchen sind. Eines der beiden Mädchen trägt auffällig rote Haare, während das andere Mädchen zu ihm sagt: „Du hast aber ein komisches Blut!“ Schließlich lande ich in einer leeren Dorfwirtschaft, die ziemlich altmodisch mit dunklen Bänken und Tischen möbliert und einer ausladenden Theke ausgestattet ist. Hinter der Theke steht ein Schankkellner, zapft gerade ein Bier und mustert mich feindselig, als ich die Gastwirtschaft betrete. Hinter einem Tisch taucht der Wuschelkopf eines Arbeitskollegen auf, der sich hier mit einer grell gemusterten und verwaschenen Decke zum Schlafen hingelegt hat. Er begrüßt mich mit einem verschlafenen „Hallo!“ Ansonsten ist der riesige Schankraum des Wirtshauses völlig still, und im Hintergrund läßt sich im Dunkeln ein angrenzender, ebenfalls riesiger Saal erahnen. Plötzlich bemerke ich, dass die Tür des Wirtshauses geschlossen ist und ich zwar das Wirtshaus verlassen, aber nicht mehr zum Schlafen zurückkehren kann. Ich beginne mit dem Wirt, den ich irgendwo in diesen Räumen antreffe, über meinen Wunsch nach einem Bett zu verhandeln. Er bietet mir ein Einzelzimmer an, das ich aber mit dem schmierigen Regisseur einer Theatergruppe teilen muss. Diese Aussicht ist mir äußerst unangenehm, und ich wache auf.

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