Letzte Nacht

Die letzte Nacht hatte ich mich wieder ruhelos hin-und hergewälzt, ohne den dringend benötigten Schlaf zu finden. Das Gefühl, noch keinen Ort gefunden zu haben, an dem ich ich selbst sein durfte, verdichtete sich kurz vor dem Einschlafen zu einer diffusen, undurchdringlichen Masse des Schmerzes. Wenn ich meine Vergangenheit mit meiner Gegenwart vergleiche, stelle ich fest, dass ich keinen Menschen mehr kenne, mit dem ich über die Dinge sprechen könnte, die mich bewegen. Die brennende Sehnsucht, verstanden zu werden, war kaum auszuhalten und löste sich in einem Tränenstrom, der mich in eine Traumwelt mit erschreckenden und trostlosen Bildern entließ.

Datum: Dienstag, 20. Februar 2007 0:19
Themengebiet: Zeitlinien Trackback: Trackback-URL
Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

Meine Tags:

2 Kommentare

  1. 1

    Etwas ähnliches hatte ich auch im letzten Jahr. Aber da war es eher die plötzliche Angst vor dem Tod. Ich lag frühmorgens wach in meinem Bett und hatte plötzlich panische Angst vor dem Tod. Das hat zwanzig Minuten gedauert, ich musste aufstehen und durchs Zimmer laufen und dann war es plötzlich wieder weg.

  2. 2

    Ja, der Gedanke, eines Tages nicht mehr da zu sein, ist ungeheuerlich und ziemlich erschreckend. Aber bis dahin bleiben uns ja noch ein paar Jahre, hoffe ich. Liebe Grüße, Dark Blogger

Kommentar abgeben



*

Anti-spam Bild