Das Ablaufbecken

Ich bewohne im ersten Stock eines unbekannten Hauses ein Zimmer, das feucht und mit dunklen Rattanmöbeln vollgestellt ist. Im Zimmer sind mehrere Pflanzen verteilt, die ich gießen will. Einige sind bereits halb eingegangen, obwohl ich sie immer genügend mit Wasser versorgt habe. Als ich meinen Kopf nach links wende, sehe ich einen Gummibaum, der sehr fleischige und grüne Blätter trägt. Es ist aber auch keine besondere Kunst, einen Gummibaum zu pflegen, halte ich mir vor. Ich betrete das Badezimmer, um Wasser zu holen, und entdecke anstelle meiner kleinen, blauen Gießkanne eine große grüne, die 10 Liter faßt. Diese Gießkanne muss mir wohl jemand absichtlich hingestellt haben. Die blendend weiße Badewanne ist bis zum Rand mit klarem, eiskaltem Wasser gefüllt, und ich fröstele bei der Vorstellung, darin zu baden. Als ich meine Hand aber an die Stelle lege, unter der sich die Wasserleitungen befinden, fühlt sich die Wanne angenehm warm an. Es gibt also warmes Wasser! Ich tauche die Gießkanne in die Badewanne und bemerke links neben der Wanne ein kleines Ablaufbecken, das in den Boden eingemauert wurde. Offensichtlich sollte hier eine Dusche entstehen, aber das Becken ist völlig falsch gesetzt und befindet sich nun direkt unter der Mansarde. Wo soll denn hier eine Duschkabine Platz finden? Daneben entdecke ich einen dicken Betonwulst, der mit einer himmelblauen Farbe angestrichen wurde. Und während die Badewanne und das Ablaufbecken sehr nobel und teuer wirken, kann ich über den stümperhaften Einbau des Beckens und den Betonwulst nur den Kopf schütteln.

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