Vollkommen verblödet

Das war heute mein gefühlter 200. Radunfall. Er mußte bestimmt den Eindruck einer akrobatischen Einlage erweckt haben, denn als ich in die Gesichter der Menschen blickte, die auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf den Bus warteten, starrte mir blankes Entsetzen entgegen. Völlig abgelenkt von meinem neuen MP3-Player übersah ich in voller Fahrt ein Absperrschild, wie es für Straßenbauarbeiten verwendet wird, und bremste mit der rechten Hand und meinem rechten Unterarm auf dem Asphalt. Zum Glück war das Absperrschild aus Plastik und wurde bei meinem Sturz nicht beschädigt – Fahrerflucht inbegriffen. Auch mein Fahrrad bekam seltsamerweise nichts ab. Meine Schürfwunden taten zwar am Anfang höllisch weh, aber ein bißchen kaltes Wasser wirkte Wunder. Wenn ich mich wieder auf der Straße bewege, schalte ich zur Abwechslung mal meinen Kopf (und nicht den MP3-Player) ein.

13 Gedanken zu „Vollkommen verblödet

  1. Ein ganz kleines bißchen fühlte ich mich auch wie einer. Aber Selbstverletzung ist auf Dauer einfach blöd und hat mit Heldentum nur am Rande zu tun. LG, WilderKaiser 🙂

  2. Leider gibt´s hier keine Straßenbahnen, sondern nur Busse. Gut, ein Bus tut´s auch im Notfall. Und bei der Bärengeschichte muss eindeutig von Schad- oder Problembären, äh, äh, ausgegangen werden. *gg*

  3. Hallo Woven! Schön, mal wieder etwas von dir zu hören…ich habe dich wirklich vermisst. So, jetzt kommst du aber flugs auf die Blogroll. Und einen herzlichen Gruß schicke ich hinterdrein. *schmatz* LG, WilderKaiser PS: Mail folgt.

  4. @Allegra: Jaahaaa, äußerst heldenhaft. Ich radelte sogar drei Kilometer nach Hause, ohne einen Ton von mir zu geben. Gut, die Miene war etwas mitleidheischend, ich gebe es zu. LG, WilderKaiser PS: Ich mußte deinen Kommentar leider um drei Punkte kürzen, sonst zeigt mir WordPress irgendwelche kryptischen Zeichen in der Sidebar an. Ich hoffe, das macht nichts.

  5. Und mich hätte heute beinahe eine Radfahrerin, die ebenfalls im rasanten Tempo sehr beschäftigt mit ihrem mp3-Player war, mitten auf dem Bürgersteig mit ihrem Rad umgefahren. :-/

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