My generation

Wir sind ja alle so risikoverliebt, dass uns der Blick auf unsere zu erwartende Altersversorgung das Blut in den Adern gefrieren läßt. Nonkonformistisch. Individuell. Wir hören ACDC und Nirvana in unseren angenehm temperierten Wohnzimmern über den Kopfhörer, damit wir die Nachbarn nicht stören. Was natürlich nur zum Teil gelingt, da Kopfhörer beim Headbangen im allgemeinen etwas hinderlich sind. Der männliche Anteil meiner Erfahrungsstufe beginnt, Frauen attraktiv zu finden, die durchschnittlich 10 Jahre jünger sind. Kurz und gut: ich war gestern in einer Diskothek. Diskotheken sind eigentlich sinnvolle Einrichtungen, haben aber vier wesentliche Nachteile: 1. Die Musik ist furchtbar laut. 2. Es wird wahnsinnig viel geraucht. 3. Der Alkohol ist so billig, dass alle nicht mehr ganz nüchtern sind. 4. Der Tanzstil gleicht ab den frühen Morgenstunden einem Eingeborenenritual in Takatuka-Land. Weiße T-Shirts mit dem Aufdruck „Monas* Junggesellinnen-Abschied 2007“ möchte ich hier gar nicht erst kommentieren. Das Rauchverbot kommt und das Alkoholverbot wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Und wenn das Risiko erst einmal eliminiert ist, wird der Spaß grenzenlos. Hoffe ich.

*Name von der Redaktion geringfügig geändert

9 Gedanken zu „My generation

  1. In welcher Disko waren denn Monas Junggesellinnen auf Abschiedstour? Verdammt, wie es scheint, war ich den ganzen Abend über wieder in den falschen Lokalitäten 😉

  2. Vor neun Jahren hätte ich selbst noch fleißig mitgeraucht, und heute ertrage ich vollgerauchte Räume nur, wenn ich meinen Fluchtimpuls gewaltsam unterdrücke. Nein, der Gestank gestern war schon überwältigend, und ich hatte einen Nikotinflash, als hätte ich selbst eine Schachtel Zigaretten konsumiert. Mir würde es ja schon genügen, wenn ein paar Restaurants und Kneipen sich dazu durchringen könnten, das Rauchverbot konsequent durchzusetzen. Ob ich mir den Besuch einer Disko so schnell wieder antue, weiß ich ehrlich gesagt nicht…LG, WilderKaiser

  3. das rauchverbot ist klasse..wirklich…kein scherz.
    hier in italien haben wir es ja schon seit einiger zeit und es gefaellt inzwischen sogar den rauchern, von denen niemand mehr seine pizza in mitten einer verqualmten pizzeria essen moechte…selbst raucher feiern lieber in zigarettenfreien diskoteheken und ich (absolute gelegenheitsraucherin) muss ganz ehrlich sagen, dass der satz „wollen wir mal draussen eine rauchen gehen?“ hier in bella italia oftmals der anfang fuer grandiose liebesgeschichten ist…insofern…schlaegt man da gleich zwei fliegen mit einer klappe…*lacht*

  4. Hallo Allegra! Ich glaube, die Iren haben dafür schon ein neues Wort erfunden: „Smirting“, eine Kombination aus „Smoking“ und „Flirting“. Also man geht raus, um eine zu rauchen, und fragt nach Feuer (oder läßt nach Feuer fragen, je nachdem), während die miesepetrigen Abstinenzler in der Pizzeria wieder mal niemanden abbekommen und sich gegenseitig mit ihrer schlechten Laune quälen. *ggg* Huch, ich muss wieder mit dem Rauchen anfangen. (Nee, lieber doch nicht.) LG, WilderKaiser

  5. Aber ich weiß, was du sagen wolltest. *gg* Im Ernst: ich wäre für eine 50:50-Regelung. Das würde mir schon reichen, ehrlich gesagt, und jeder hätte sein Vergnügen. LG, WilderKaiser

  6. Soll mir auch recht sein. Wenn die freien Unternehmer, die Gastwirte, das unter dem durch die Nichtraucher verursachten Druck des Marktes tun. Dann wär’s mir auch recht, wenn’s überhaupt keine Raucher-Gastronomie mehr gäbe. Ich geh# ja eh kaum noch mal auf die Piste sondern feiere lieber im privaten Kreis. Aber nicht, wenn’s von der Regierung bestimmt und damit drastisch in die freiheitlich-demokratischen Grundrechte eingegriffen wird. Damit kann ich einfach nicht leben. Und wenn’s noch so vernünftig ist.

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