17 Gedanken zu „Niederbayrisch für Anfänger (I)

  1. Aber selbst das Niederbairische ist nicht in sich konsistent. Wenn i do an drentahoi da doana denk, an woid eini, do versteh ja i scho d leid nimma.

  2. Ich weiß, wo ichs nachgucken kann und was ich tun muss, um alles zu verstehen. Aber so ohne Hilfe und mit einfachem Wissen verstehe ich nicht alles. Vieles, weil doch ein gewisses Sprachvermögen da ist, aber eben nicht alles.

  3. Ich löse mal auf, also:
    Fahrrad
    Geldbeutel oder Portmonee (richtig nach neuer Rechtschreibung?)
    Maultaschen
    Schlitten (schön, diese Verschleifung von Konsonanten)
    Sense
    Erdäpfel, sprich: Kartoffeln
    Schere (Das „r“ von Schaar wird manchmal gar nicht dazu gesprochen)
    Baum (Baamschaar = Baumschere)
    Rasen mähen
    Blumen schneiden („den“ wird verschliffen zu „n“)
    Weiher
    Polster
    Getreideboden
    poltern, stampfen, lärmen, Lärm machen
    abgeleitet vom urbayrischen Sprichwort: „Der is so deppat, dea dad aa am Troadbon (Heibon) boussn“ – übersetzt: Der ist so blöd, er würde auch auf dem Getreideboden (Heuboden) Lärm machen. Am Getreideboden oder Heuboden werden Stroh und Heu eingelagert, so dass es eigentlich gar nicht möglich ist, laut aufzustampfen.

  4. Also dafür gibt es wirklich ein Wörterbuch? Respekt! Aber ob man das wirklich lernen kann, ich glaub fest, dass muss einem angeboren sein, sonst hat man keine Chance Sätze wie „Ho o i e a oa Oa oi“ zu verstehen. (auf Deutsch überstzt heißt das übrigens: Ich (=i) habe (=ho) doch (=a) ohnehin (=e) ein (=oa) Ei (=Oa) runtergetragen (=oi))

  5. …okay…ich habe verstanden…herr wilder kaiser…ich werde mir ein vokabelheft zulegen muessen und lernen…lernen…lernen…denn ausser rasen maehen hab‘ ich nix verstanden…

  6. Keine Panik, liebe Allegra…die meisten Einwohner Bayerns (also auch die Ureinwohner) sind in aller Regel bilingual aufgewachsen (ich sage nur: humanistisches Bildungssystem…) und befleißigen sich ab und zu, etwa bei Sonntagsreden, der hochdeutschen Sprache. Ich denke, im Umfeld von Metropolen wie München und Nürnberg kannst du dich auch mit Hochdeutsch verständigen, während die Dorfbäckereifachverkäuferin in der Provinz Mühe haben dürfte, den Wunsch nach „Schrippen“ richtig zu deuten…

  7. Sprachwissenschaftler finden für alles einen Grund, es niederzuschreiben und festzuhalten.
    Also gibt es auch für das Niederbayrische ein „Wörterbuch“ oder zumindest eine Art dessen. ;o)

  8. Hi,
    habe heute erfahren, dass ich demnächst im Kundenkontakt im tiefsten Niederbayern arbeiten darf. Freu! Suche nun händeringend so etwas wie ein Lexikon „Niederbayrisch für Anfänger“. Hast du vielleicht einen Tipp? Ich versteh nämlich nur Bahnhof :O)

  9. Dis is veri fanni. Vielleicht sollte ich ja so ein Lexikon verfassen. Aber ich muss dich leider enttäuschen, ich wüßte nicht, dass es so etwas gäbe. Tut mir leid. Möglicherweise bringt dich ja die Urmutter Google ein wenig weiter. Oder soll ich als native speaker dir Nachhilfe geben…? *gg* LG, WilderKaiser

  10. Gibt’s für die Schprooch wirklich keine Bücher? Für unser Alemannisch gibt es diverse Bücher, mal mit Geschichten, mal eher als Wörterbuch…

    Ob es hilft kann ich nicht beurteilen, ich bin ja mit diesem Dialekt aufgewachsen. Zumindest amüsant finden es viele Auswärtige mal was im Dialekt zu lesen.

  11. Ich denke mal, es gibt bestimmt einen Sprachwissenschaftler, der dazu etwas verfasst hat. Oder den einen oder anderen Autor. Man müßte halt nur danach graben. Spontan fällt mir jedenfalls niemand ein.

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