Beiträge vom 26. März 2008

Meine erste Autofahrt

Mittwoch, 26. März 2008 23:41

Meine erste Autofahrt war bis dato auch meine letzte. Nach einem heftigen Absturz im “Roxy” in S. war es meine damalige Freundin D., die mir für eine Testfahrt das Steuer ihres grünen Ford Fiesta überließ. Ich wagte mich todesmutig an die Strecke zwischen Ai. und Am., zwei gottverlassenen Nestern im niederbayerischen Outback. Die Strecke war etwa zweieinhalb Kilometer lang, und bis auf eine lange, geschwungene Kurve vor dem Ortseingang von Am. sah ich keine weiteren Probleme, zumal mich meine Freundin vor der Autofahrt aufmunterte: “Komm, du schaffst es! Es ist ganz einfach! Du wirst sehen!” Ich hatte jedoch die unangenehme Neigung, bei den zwei Fahrzeugen, die uns auf der Gegenspur entgegenkamen, zu weit nach links zu ziehen, was meine Freundin bei Tempo 60 zu den hysterischen Schreien “Immer schön rechts bleiben!” veranlasste. Ich fühlte mich gut. Die langgezogene Kurve fuhr ich fast schon wie ein alter Hase. Ha, ich konnte Auto fahren! Ich war ein Naturtalent! Und statt in Am. den Fuß etwas vom Gas zu nehmen, bretterte ich rasant und munter durch die von Bauernhöfen gesäumte, ziemlich kurze Dorfstraße. Am Ende riss ich das Lenkrad nach rechts und schaffte die erste 90°-Kurve, ohne Auto, Zaun und Insassen zu gefährden. Aber schon dräute in dieser seltsam lichtlosen Nacht die nächste Entscheidung: sollte ich halblinks auf die Todeskreuzung zufahren oder noch einen Schlenker nach rechts und nach links auf die Nebenstraße riskieren? Konfus entschied ich mich für letzteres und ließ den Wagen sanft ausrollen (oder ich würgte den Motor ab, so genau weiß ich das nicht mehr.) Meine Freundin starrte mich vom Beifahrersitz aus danach entgeistert an und fragte, Schweißperlen auf der Stirn: “Was war denn jetzt das?” Ich zuckte die Achseln. Meine Güte, es war doch NICHTS passiert.

Überflüssig zu erwähnen, dass ich bis heute noch keinen Führerschein habe.

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Mother Nature´s Son

Mittwoch, 26. März 2008 19:06

Voller Stolz blicke ich auf meine Arbeit: ich habe eine Art Kunstwerk geschaffen, das mit einer archäologischen Sensation zusammenhängt. Der provisorische Bau aus grauen Mauern, der die von mir behauenen, gelben Steine schützen soll, ist zwar relativ weitläufig, aber an mehreren Stellen kaum passierbar, ohne sich in große Gefahr zu begeben. Dennoch flanieren viele sonntäglich herausgeputzte Besucher durch das Haus und die Anlage, die sich ringsherum erstreckt, während ich selbst schmutzige Arbeitskleidung trage. Die Besucher unterhalten sich in einem gedämpften Ton miteinander und rufen ab und zu “Ah!” oder deuten auf eine interessante Steinformation. Es ist Zeit für das Mittagessen. Am Fluchtpunkt von drei langgezogenen, steilen Treppen steht mitten in einer nicht näher definierten, städtischen Umgebung der Wagen von B. B. hat mir drei längliche, äußerst wohlschmeckende Dinge eingepackt. Am Wagen von B. befindet sich zudem eine ausklappbare Tisch-Sitz-Kombination, auf der nun eine rot-weiß-karierte Decke ausgebreitet liegt. Ah, herrlich! Auch ein Glas jungen, frischen und belebenden Weißweins steht schon bereit. Dennoch muss ich zunächst auf meine Stärkung verzichten, denn kurz darauf robbe ich durch das Dachgeschoss des Baus und sehe durch die Lücken der nur lose aufeinandergelegten Bretter auf die Besucher hinab. Die Decke ist doch um einiges höher, als ich dachte. Ich falle durch die Bretter hindurch und kann mich glücklicherweise an den Steinen festhalten. Meine Handinnenflächen sind jedoch vollkommen aufgeschürft. Später sitze ich mit zwei jungen Frauen im Gras und zeige ihnen meine Handinnenflächen. Sie sind beide sehr elegant in Schwarz gekleidet, stören sich aber bei unserem Gespräch nicht im Geringsten daran, dass ich über und über mit gelbem Staub bedeckt bin und dringend eine Dusche bräuchte. Ich weiß nicht, warum, aber ich bin bei alldem so vergnügt und zufrieden, dass ich mich selbst kaum wiedererkenne.

PS: Der Song der Beatles macht mir momentan das Herz sehr schwer. Vielleicht passt er auch deswegen so ausgezeichnet zu diesem Traum.

Thema: Träume | Kommentare (0)
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