Mother Nature´s Son

Voller Stolz blicke ich auf meine Arbeit: ich habe eine Art Kunstwerk geschaffen, das mit einer archäologischen Sensation zusammenhängt. Der provisorische Bau aus grauen Mauern, der die von mir behauenen, gelben Steine schützen soll, ist zwar relativ weitläufig, aber an mehreren Stellen kaum passierbar, ohne sich in große Gefahr zu begeben. Dennoch flanieren viele sonntäglich herausgeputzte Besucher durch das Haus und die Anlage, die sich ringsherum erstreckt, während ich selbst schmutzige Arbeitskleidung trage. Die Besucher unterhalten sich in einem gedämpften Ton miteinander und rufen ab und zu „Ah!“ oder deuten auf eine interessante Steinformation. Es ist Zeit für das Mittagessen. Am Fluchtpunkt von drei langgezogenen, steilen Treppen steht mitten in einer nicht näher definierten, städtischen Umgebung der Wagen von B. B. hat mir drei längliche, äußerst wohlschmeckende Dinge eingepackt. Am Wagen von B. befindet sich zudem eine ausklappbare Tisch-Sitz-Kombination, auf der nun eine rot-weiß-karierte Decke ausgebreitet liegt. Ah, herrlich! Auch ein Glas jungen, frischen und belebenden Weißweins steht schon bereit. Dennoch muss ich zunächst auf meine Stärkung verzichten, denn kurz darauf robbe ich durch das Dachgeschoss des Baus und sehe durch die Lücken der nur lose aufeinandergelegten Bretter auf die Besucher hinab. Die Decke ist doch um einiges höher, als ich dachte. Ich falle durch die Bretter hindurch und kann mich glücklicherweise an den Steinen festhalten. Meine Handinnenflächen sind jedoch vollkommen aufgeschürft. Später sitze ich mit zwei jungen Frauen im Gras und zeige ihnen meine Handinnenflächen. Sie sind beide sehr elegant in Schwarz gekleidet, stören sich aber bei unserem Gespräch nicht im Geringsten daran, dass ich über und über mit gelbem Staub bedeckt bin und dringend eine Dusche bräuchte. Ich weiß nicht, warum, aber ich bin bei alldem so vergnügt und zufrieden, dass ich mich selbst kaum wiedererkenne.

PS: Der Song der Beatles macht mir momentan das Herz sehr schwer. Vielleicht passt er auch deswegen so ausgezeichnet zu diesem Traum.

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