Verkauf der Partnerin

Ich haste eine Treppe zu einer Freiterrasse hoch, die sich außen um ein Gebäude schlängelt. Es ist ein modernes, lichtdurchflutetes Gebäude, das im Inneren ein großzügig geschnittenes Restaurant beherbergt. Das Restaurant ist überfüllt und bis auf den letzten Platz mit Leuten besetzt, die ich aus der Arbeit zu kennen scheine. Der Sonnenschutz besteht aus vor den riesigen Glasflächen aufgehängten Lamellen aus hellem Holz. Auch die Bohlen der Freiterrasse, die dort stehenden Tische und Stühle sind aus denselbem Holz gefertigt. Auf der Freiterrasse treffe ich auch zwei elegant in Frack gekleidete Herren mit Zylinder, die eher in das London des 19. Jahrhunderts als hierher zu passen scheinen. Sie wollen mir einen Kredit in Höhe von einer Million Euro anbieten, dessen Konditionen ich nun mit ihnen aushandeln will. Die berufliche Zukunft der anwesenden Menschen hängt davon ab, ob ich diesen Kredit bewilligt bekomme, und sie sind während der Unterhaltung mit halbem Ohr anwesend. Die beiden Herren eröffnen das Gespräch sehr herablassend: “Was wollen Sie denn haben?” “Eine Million”, antworte ich Ihnen. “Nun, Sie können aber auch weit mehr haben.” “Gut”, sage ich, “drei Millionen” und strecke Ihnen meine Hand hin, um das Geschäft zu besiegeln. Einer der beiden schlägt schlaff ein. “Nun zu den Konditionen. Was verlangen Sie?” Ich stehe noch immer am Tisch und habe mich nicht gesetzt. Ich bin voller Schwung und überschlage im Kopf schon die Kosten für die Zinsen, die ich im nächsten Augenblick erfahren werde. Die beiden Herren zieren sich. “Wir wollen nun, äh, Ihre Partnerin.” Und nach einer Pause: “Es wäre natürlich sehr hilfreich für uns, wenn die Trennung von Ihnen ausgehen würde.” “Wie in aller Welt kommen Sie denn darauf, dass Sie sich Ihnen in die Arme wirft, nachdem ich mich von ihr getrennt habe?” Ich denke fieberhaft darüber nach, ob ich nun tatsächlich meine Partnerin verkauft habe und ob das überhaupt möglich ist, während ich mich mit den beiden Herren unterhalte. An dieser Stelle wache ich auf.

Datum: Montag, 22. Dezember 2008 0:30
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2 Kommentare

  1. 1

    Geld oder Liebe? Scheint eine schwierige Entscheidung zu sein. ;o)

  2. 2

    Ja, ein Dauerbrenner, sozusagen. LG, WilderKaiser

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