Beitrags-Archiv für die Kategorie 'Desorganisation'

QM im Unternehmen – Anspruch und Wirklichkeit

Sonntag, 31. Januar 2010 18:50

Betrachtet man das Qualitätsmanagement nicht in herkömmlichen Schemata, sondern als unerlässliches Hilfsmittel zur Weiterentwicklung eines Unternehmens, so muss doch vieles stutzig machen, was unter dieser Flagge sich anschickt, den betrieblichen Alltag in die Mangel zu nehmen. Schon allein die Fülle der Normen stellt das Ziel sozusagen vollkommen auf den Kopf, und was zurückbleibt, ist eine Dokumentationswüste, die weder das Produkt noch das Unternehmen noch zuallerletzt die Arbeit selbst verbessert. Womit haben wir es also zu tun? Mit einer Spielwiese für ansonsten bankrotte Consulting-Firmen? Einem tayloristischen Wolf im Schafspelz der soften Qualität?

Es sollte doch um Qualität gehen, denkt sich Lieschen Müller und beginnt eifrig, den Begriff der Qualität zu definieren. Und während der Begriff immer weiter und immer größer wird, bis er zuletzt alles, was sich im Unternehmen abspielt, zu verschlingen droht, zieht der Manager irgendwann aus Kostengründen die Reißleine: “So nicht! Bringen Sie mir etwas, das praktikabel ist.” Und im Spagat zwischen Kundenanforderungen, Produktrealisation und Kundenzufriedenheit bleibt das auf der Strecke, was der Prozess eigentlich hervorbringen sollte – nämlich Qualität. Eigentlich ist es ja ganz einfach: Wertschöpfung nimmt seinen Anfang dort, wo der Mitarbeiter seine Arbeit als wertvoll erlebt. Den Rest sollen dafür ausgebildete Spezialisten erledigen.

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Maximale Demotivation

Montag, 14. September 2009 19:30

Wer Führung wirklich ernst nimmt, kommt nicht umhin, sich auch mal an der dunklen Seite der Macht zu berauschen. Da werden Mitarbeiter schon mal blamiert, dass die sich fühlen wie ein angeschossenes Reh auf einer Treibjagd. Oder man erfindet ein besonderes Prozedere der Demütigung, das zwar aussieht wie sanfter Sarkasmus und von keinem noch so sozial eingestellten Betriebsrat der Welt sanktionsfähig wäre, aber auf den Mitarbeiter-Crash-Test-Dummy wirkt wie ein Geschwindigkeitswechsel von 280 auf 0 in einer Sekunde. Auch wenn in schönfrisierten Managementseminaren etwas anderes gelehrt werden sollte: was immer Not tut, ist gutes, altes, tradiertes Herrschaftswissen, in Jahrhunderten gereift wie guter Wein. Das Arbeitstier im Team sollte man schon ab und zu darauf hinweisen, dass seine Arbeit keine besondere intellektuelle Herausforderung darstellt. Der Ehrgeizige bekommt seine Grenzen aufgezeigt, wenn man ihm zu verstehen gibt, dass man ihm im eigenen Bereich leider keine Möglichkeiten zur Weiterentwicklung bieten könne. Wer glaubt, auch in der Freizeit für seine Firma zur Verfügung stehen zu müssen und sich auch noch erdreistet, den Chef darauf hinzuweisen, dem berichte man stundenlang ohne Punkt und Komma über die eigenen Freizeitnöte als Führungskraft und über die lukrativen Nebentätigkeiten, denen man nachgeht. Die Botschaft muss sein: ich weiß mehr, ich kann mehr, ich bin mehr, ich habe mehr. Damit sie jeder begreift, muss sie dem lernunwilligen Gefolge solange in die Köpfe gehämmert werden, bis dieses schon bei einem seltsamen Blick vor Schmerz aufschreit. Die Objekte der Beweisführung – Auto, Familie, Haus, PC, Kontakte – sind dabei zweitrangig. Wenn nach erfolgreicher Indoktrination die Produktivität im Team endlich abstürzt, kann man sich bestätigt fühlen. Zur maximalen Demotivation genügt es in diesem Moment, sich selbst als Vorbild hinzustellen. Warum nicht ein paar Tage von dem höllischen Stress der Führungsarbeit frei nehmen? Die Arbeit ist schließlich getan. In aller Seelenruhe darf man darauf vertrauen, dass die Hydra der Kreativität besiegt ist und nie mehr ihr häßliches Haupt aus der Masse der Normalität erhebt.

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Management…und andere Mythen

Mittwoch, 20. August 2008 23:56

Je näher man sich an diese Todeszone heranrobbt, deren Tore sich nur mit einem akademischen Schlüssel öffnen lassen, und je näher man die seltsamen Wesen betrachtet, die sich dort tummeln, desto mehr ist man versucht, an eine chinesische Mauer zu glauben, die die Realität wirkungsvoll von diesem Zirkel fernhält. Das einzige, was bei diesem heißen Dampf kondensiert, sind die Wichtigkeit, der Status und das Gehalt. Die Strategie der planen Kopflosigkeit boykottiert alle Bemühungen, Werte und Inhalte von Dauer langsam von Grund her aufzubauen und vorausschauend zu sichern. Wenn Druck ausgeübt wird, fällt das Management auf den unentbehrlichen Mittelbau zurück, und der steuert Solidität, und das bedeutet: Plan- und Machbarkeit zu dem bei, was vor sich selbst als brilliant ausgegeben wird. Eigene Mitarbeiter sind abwechselnd Schachfiguren, Erfüllungsgehilfen oder Leibeigene, um den eigenen Ruhm zu mehren und strategische Positionen zu erobern. Der Wettkampf um die beste Lösung ist eine taktisch versierte Begründung, um Ressourcen und Motivation in großem Maßstab zu vernichten. Die Agenda ändert sich wie ein Chamäleon blitzschnell und ächzt unter der Bürde der hierarchischen Leidenschaften, die ihr aufgebürdet werden. Der edle Ritter in seiner strahlenden Rüstung, der sich mit einer 70-Stunden-Woche für die Firma aufopfert, ist eine menschliche Leerstelle. Alle wissen es, alle schauen zu, alle applaudieren begeistert und persönlichkeitsbildende Seminare gibt´s als Trostpflaster für das eigene und fremde schlechte Gewissen obendrein. Fertig ist der homo novus: er findet seine Erfüllung im Bypass oder Mahagonischreibtisch. Go for gold, und wenn einem dann Anweisungen wie Kugeln um die Ohren pfeifen, sollte man besser den Kopf einziehen. Oder sein Handy abschalten.

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Es gibt bestimmt eine Hölle,

Mittwoch, 9. April 2008 22:08

…und zwar in einem der innersten Kreise, in der in einer Art Endlosschleife unsäglich langweilige (oder besser: richtig schlechte) Power-Point-Präsentationen mit einer monotonen, leisen Stimme vorgetragen werden. Das Perfide an dieser Situation wäre: a) man säße in der ersten Reihe eines großen, abgedunkelten Hörsaals und bekäme beim Mitverfolgen der Folien Nackenstarre, b) man dürfte nie auf die Uhr sehen, die links neben dem Dozenten übergroß ins Blickfeld eumelt und c) auf gar, gar keinen Fall dürfte man einschlafen, sondern müßte durch gelegentliches Kopfnicken und eifrige Anteilnahme eine geistige Präsenz und Begeisterung heucheln, die in Wirklichkeit so was von nicht vorhanden ist. In diese Hölle würden dann all diejenigen geschickt, die so eminent unbeachtete Ratgeber zum Thema “Wie werde ich ein guter Dozent?”, “Präsentieren mit Power Point – so reißen Sie Ihre Zuhörer mit” oder “Vortragstechniken für kompetente Auftritte” auf den Markt geworfen haben, die Bestsellerstatus erreichten.

PS: Wenn ich irgendwo nochmal “Baua Boint” höre, und sei es auch “nur” ironisch gemeint (haha, er kommt bestimmt aus Franggen), laufe ich Amok. Ihr wißt schon: Dandes Inferno.

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Vielerlei…

Sonntag, 9. März 2008 23:16

…ist hier während meines einwöchigen Urlaubs liegengeblieben. Einiges habe ich lustlos in Angriff genommen und danach halbfertig auf den inneren, geistigen Stapel gelegt, einiges blieb völlig unbearbeitet. Heute begleitete mich mal wieder das Gefühl der Ausweglosigkeit und Ohnmacht durch den Tag – meine Gedanken waren nicht hier, sondern beim morgigen Tag und bei der neuen Woche. Ich spüre nur, dass sich hinter dieser hauchdünnen Wand von wenigen Stunden die Konflikte auftürmen und ich morgen völlig präsent sein muss, um nicht in diesen negativen, auf mich gerichteten Energien unterzugehen. Schließlich habe ich wieder alle Hände damit zu tun, die Spielbälle, die auf meine Hälfte des Feldes gedroschen werden, zurückzuschlagen. Ein erfolgreicher Tag ist, um im Bild zu bleiben, einer, an dem ich schweißüberströmt und mit Muskelkrämpfen von einer leeren Spielhälfte schleiche. Das bedeutet aber nicht, dass ich etwas Produktives getan hätte, und dieser Überhang wird mir immer mehr zum Verhängnis. Ich schiebe die längerfristigen Verpflichtungen und Projekte nur noch vor mir her. Mehr kann ich nicht tun, im Moment. Auch privat bewegt sich wenig. Ich zögere. Warum? Will ich wirklich warten, bis das sattsam bekannte Ablehnungsschreiben im Postkasten liegt? Habe ich wirklich die Chancen, die ich mir ausmale? Ich hoffe es natürlich. – Wenn mein Chef nicht mal mehr meine emails liest und mir dann in einem Telefonat während meines Urlaubs mit einem aggressiven Unterton vorhält, er sei nicht informiert worden und ein bestimmtes Schreiben komme für ihn völlig überraschend, habe ich ausreichende Gründe, um auf der Hut zu sein. Er will mich loswerden, und ich will nicht mehr unter ihm arbeiten. Der Informationsfluss und die Kommunikation sind ein Desaster. Nimmt man noch die neue räumliche Nähe durch meinen Umzug mit dazu, ergibt sich eine explosive Konstellation.

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Nestflucht

Freitag, 29. Februar 2008 21:18

Ich habe ja schon seit langem den ausführlich begründeten Verdacht, dass das Gros der Männer nur deswegen freiwillig in die Arbeit geht, um sich vor den zuhause lauernden Ehefrauen in Sicherheit zu bringen. Bleibt die Frage, wer davon wie profitiert.

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Rollercoaster, life is a

Dienstag, 12. Februar 2008 20:53

Nachdem mich die letzten Wochen mit genügend Stoff für drei Lehrbücher über planloses Management und seine dramatischen Folgen versorgt haben, scheint mein Chef urplötzlich von einem guten Geist einer kompletten Gehirnwäsche unterzogen worden zu sein. Die Symptome sind vor diesem Hintergrund extrem besorgniserregend und schwer deutbar: nicht nur, dass er mir aus freien Stücken eine Gehaltserhöhung anbietet, ich soll auch dauerhafte Unterstützung in meinem Aufgabengebiet bekommen. Zudem ergatterte ich in der heutigen Teambesprechung aufgrund seiner Entscheidung einen Platz im neu entstehenden Büro – ja, das mit den schicken neuen Möbeln – und werde dort zusammen mit einer alten Bekannten sitzen, mit der ich mich bis jetzt blendend verstehe. Wenn das so weitergeht, finde ich bald keinen Grund zum Meckern mehr. Jetzt muss sich nur noch das Tor zu einer anderen lukrativen Option öffnen, und ich wäre restlos bedient – denn dann wüßte ich wirklich nicht mehr weiter. Hilfe, kann ich da nur sagen…das härteste Los für den Pessimisten bleibt doch immer all das Positive, das ihm zustößt. Wenn mich nun noch ein weibliches Wesen sanft vom Rechner wegziehen würde, wäre für diesen Augenblick wirklich alles perfekt. Aber es ist bestimmt besser, nicht gleich zu übertreiben.

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Ober sticht Unter

Freitag, 8. Februar 2008 22:27

Das wird sich auch nie ändern: das nervöse Hin- und Herflattern, der chaotische, unter unzähligen Blättern begrabene Schreibtisch, die Kaffeeflecken, die Unfähigkeit, zu Ende zu sprechen, geschweige denn irgendetwas zu organisieren, der konstante Jammerton, die fünf Piepser wie Orden am Kittel. Von wem spreche ich wohl? Richtig, vom Stand der Mediziner. Noch genauer: der Krankenhausärzte. Als es mir heute aufgrund von lange angestautem Frust einfach zu bunt wurde, schrieb ich einem dieser Exemplare eine geharnischte email. Punkt für mich: er hat sich richtig geärgert, konnte mir das aber nicht offen zeigen. Punkt für ihn: Ober sticht Unter. Oder Oberstudienratsgehalt schlägt TV-L Entgeltgruppe 6. Hoffentlich überreichen sie mir endlich meine Kündigung mit einem rosa Schleifchen dran. Vielleicht mache ich es auch umgekehrt. Vielleicht gründen wir auch gemeinsam die Selbsthilfegruppe der durchgeknallten Schlaflosen*. Mal sehen.

(*Gibt´s eigentlich schon, ich weiß.)

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Schlafen, Tee trinken,

Montag, 7. Januar 2008 23:23

Erkältungsbäder, heißt momentan die triathletische Übung, die mir 2008 abverlangt. Wenn ich Geld ausgebe, dann für Papiertaschentücher und diverse, hoffentlich wirkungsvolle Mittelchen aus der Apotheke. Ich ließ mich dennoch nicht abschrecken und war heute schon wieder im Büro anzutreffen, um den ersten Arbeitstag 2008 gebührend zu feiern. Und wieder wurde mir klar, wie zäh sich alles vorwärtsbewegt, gerade so, als gäbe es bei allen Vorgängen einen eingebauten Entschleunigungsfaktor. Paradox ist nur, wie sehr ich selbst trotz angeschlagener Konstitution herumwusele. Ich laufe wieder, 400 Meter die eine Spange, 300 Meter die andere, also 700 Meter einfach, jeden Tag mehrmals hin und her. “Ich bin wieder hier, in meinem Revier…”. Selbst zum Kaffeetrinken fehlt die Zeit, so dass ich mir den Automatenkaffee während des Laufens reinkippe. Noch letztes Jahr meinte ein Kollege: “Du hast dir dieses Jahr auch die goldenen Turnschuhe verdient.” Ja, es stimmt: mein etwas abseits gelegenes Büro verkommt mehr und mehr zu Formulardruckstation. Doch halt ein, Gevatter: die Rettung naht. 2008 steht mir nämlich beruflich noch ein Umzug ins Haus. Meine geniale Lösung für 2 PC´s mit Umschalter, einem USB-Hub, an dem Tastatur, Maus und Drucker hängen, und zwei direkten Verbindungen zum Monitor (einmal digital, einmal analog) findet hingegen sogar bei meinem Chef ausdrückliche Anerkennung. Nebenbei: Es ist ja schon eine sehr schlaue Strategie, ein internes und ein externes Netzwerk parallel zu betreiben. Erstens benötige ich dafür fast eine doppelte Hardware-Ausstattung, und zweitens ist mit einem umgesteckten USB-Stick die ganze schöne Netzwerksicherheit wieder zunichte.

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Neues aus der Anstalt

Dienstag, 11. Dezember 2007 23:33

Wie ein Schlag in die Magengrube traf mich letzte Woche die Information, dass meine ehemaligen Vorgesetzen im Zusammenhang mit meinem internen Wechsel meine Person dem Vorstand wie Sauerbier angeboten hatten. In diesem Zusammenhang soll der Satz gefallen sein: “Hr. X ist der schlechteste Mitarbeiter unserer Abteilung; wir haben jetzt für ihn diesen speziellen Posten geschaffen, damit wir ihn loswerden.” Und einer Kollegin, die gemeinsam mit mir das Büro beziehen sollte, wurde vom Vorstand mitgeteilt: “Sie werden jetzt zwar zusammen mit Hr. X in das Büro einziehen. Aber machen Sie sich keine Sorgen, Hr. X wird höchstens noch drei Monate da sein.” Ich lag also im letzten Jahr durchaus nicht falsch mit meiner Vermutung, dass man mich gezielt gegen die Wand laufen lassen wollte, um mich geräuschlos zu entsorgen. Ein halbwegs verläßliches, positives Feedback auf meine Arbeit erhielt ich erst im Laufe dieses Jahres und nach der Verabschiedung eines Vorstandsmitglieds, aus dessen Personalbudget meine Stelle bezahlt wird. Ich glaube nicht, dass es irgendeinen Sinn macht, jetzt sofort auf diese Information zu reagieren. Ich brauche noch etwas Zeit, um eine geeignete, langfristige Strategie gegen meine ehemaligen Vorgesetzten zu entwickeln, die ich dann ohne Rücksicht auf Verluste durchziehen werde. Meine Träume zeigen mir die Realität: Schon allein die Vorstellung, dass Kooperation eine Option sein könnte, ist eine Chimäre. Unser Betrieb ist eine Schlangengrube mit hochgiftigen Klapperschlangen – du musst sie totschlagen, wenn du dir eine Überlebenschance sichern willst. Dass funktionierende Teams zwar herbeigebetet werden, aber in Wirklichkeit kaum existieren, ist auch einer der Gründe, warum es keinen Spaß mehr macht, für dieses Unternehmen zu arbeiten, Hochleistungsmedizin hin oder her. Es herrscht allgemein eine Atmosphäre des dumpfen Mißtrauens und gegenseitigen Sich-Belauerns, in der es wichtig wird, an den richtigen Knotenpunkten der Informationskanäle zu sitzen, um Gerüchte von der Wahrheit unterscheiden zu können.

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