Beitrags-Archiv für die Kategorie 'Mediales'

Der Dalai Lama – ein gewaltbereiter Rassist?

Dienstag, 25. September 2007 21:58

Kann dazu mal jemand was sagen, bitte? Ich bin jedenfalls sprachlos. Oder fallen wir alle nur reihenweise auf einen besonders geschickten Betrüger herein?

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Seehofer ahoi!

Sonntag, 12. August 2007 11:07

“Ehefrau oder Geliebte – wer gewinnt? Der Fall Seehofer und warum sich Männer so schwer entscheiden können”, titelt die aktuelle Ausgabe des Stern. Dabei ist es doch nicht so sehr die männliche Entscheidungsunfähigkeit in amourösen Dingen als vielmehr die politische Komponente, die an der medialen Demontage dieses Politikers ins Auge sticht. Ausgerechnet Seehofer, der die Parteioberen und allen voran Edmund Stoiber immer wieder mit populistischen Statements zur Weißglut trieb und sich im Streit um den Gesundheitskompromiss in der Union selbst aus dem Rennen nahm, steckte seit den Enthüllungen aus seinem Privatleben in einem Dilemma fest, das ihn das Amt des Parteivorsitzenden der CSU kosten könnte. Die ursprüngliche Taktik, das Problem einfach bis zum Parteitag im Herbst auszusitzen, konnte er hauptsächlich wegen des Drucks aufgrund seiner Kandidatur nicht mehr weiter verfolgen. Mehrere Male wurde er von seinen Parteifreunden aufgefordert, “für Klarheit zu sorgen”. Doch wie auch immer seine Entscheidung ausfallen würde, er hätte nicht verhindern können, dass die im Stich gelassene Frau über die Medien ihre Sicht der Beziehung schildert. So ist es denn schließlich auch gekommen: die “Bunte” ließ es sich nicht nehmen, daraus eine Titelstory zu fabrizieren, was man getrost als erwartbaren Normalfall abhaken kann. Auch Plan B dürfte gescheitert sein – nämlich der Versuch, durch die Entscheidung für die Ehefrau und die Kinder verlorengegangenes Terrain im konservativen Lager innerhalb der CSU wiederzugewinnen. Seehofers Chancen stehen schlecht. Eine indirekte Bestätigung dafür dürfte die Tatsache sein, dass man angesichts der drohenden Niederlage Seehofers schon sondiert, wie er denn zukünftig in die Partei einbezogen werden könnte. Der unstete, irrlichternde Seehofer und der staatstragende Überbau der CSU bleiben sich fremd; nach dem nicht ganz freiwlligen Abgang des Königs sehnt man sich nach Stabilität. An Seehofers Beispiel ließe sich illustrieren, wie Überzeugungen im politischen Getriebe langsam zu faulen Kompromissen zerrieben werden. Als Odysseus strandet er zwar immer auf den Sandbänken der Macht, kommt aber nie an, auch und vor allem nicht in seiner eigenen Partei.

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Birnen und Äpfel

Sonntag, 22. April 2007 13:46

Manuel Barroso hat Helmut Kohl angesichts seiner Verdienste um Europa für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Ich bin von dieser Idee nicht gerade begeistert. Ich gehe sogar noch weiter und spreche dem Dicken rundweg die Kompetenz ab, die man für eine solche Ehrung braucht. Wenn er damals wegen der Parteispendenaffäre in Beugehaft gekommen wäre, hätte er sich den Preis verdient – wie Nelson Mandela etwa. Aber so fehlen ihm halt ein paar Schlüsselqualifikationen.

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“Es ist zu Ende!”

Sonntag, 18. März 2007 22:09

Heute stieß ich im Internet auf den Artikel eines jüdischen Journalisten, der in einer kleinen Stadt in Niederbayern alte Gefängniszellen der SS unter einer neu erbauten Berufsschule entdeckte. Auf dem Gelände des heutigen Industriegebiets der Stadt befand sich ein geheimer Testflughafen der Messerschmitt-Werke, auf dem während des Krieges jüdische Häftlinge als Zwangsarbeiter eingesetzt wurden. Im Ort traf er überall auf eine Mauer des Schweigens, der Vertuschung und des Vergessens. Als er der Lehrerin, die ihn in die Katakomben der Schule führte, vorschlug, doch die Geschichte dieser Räume zu dokumentieren und diese der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, erwiderte sie scharf: “Es ist zu Ende!”, wobei sie den Kopf schüttelte. Und wenig später: “Ja, wir sind alle Söhne und Töchter von Nationalsozialisten, aber wir brauchen einen Neuanfang. Die Bürger der Stadt wissen nicht, was hier passiert ist. Die Ereignisse sind wie ein Schatten. Aber jetzt ist es endgültig vorbei.” Die Lehrerin war – meine Mutter. Im Übrigen sind die Kellerräume, wie der Journalist bemerkt, erstaunlich gut erhalten und in einem weit besseren Zustand als viele andere historische Gedächtnisstätten des NS-Terrors. Auf einem der Bilder steht an der Wand der Gefängniszelle in Frakturschrift “Gut Holz”. Das waren die letzten Worte, die die Häftlinge lasen, bevor sie in dieser Zelle hingerichtet wurden.

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10 Songs

Montag, 12. März 2007 20:00

Das Zweierpack hatte die geniale Idee, 10 Songs vorzustellen, die einen an das andere Geschlecht erinnern. Ich übernehme diese Idee jetzt etwas leichtfertig, ohne auf den Peinlichkeitsfaktor zu achten – die Songs stammen ja sämtlich aus Zeiten, in denen Kuschelrock-CD´s langsam anfingen, Staub anzusetzen. Hier kommt meine Playlist:

1. Konstantin Wecker – Niemand kann die Liebe binden: So pathetisch, dass es fast schon pervers ist, und damals einfach passend. Ich projizierte das damals in die Beziehung zu D. – prompt wurde der Song zu einem nie versiegenden Ohrwurm, der mich in tranceartige Zustände versetzte.

2. Pe Werner – Kribbeln im Bauch: Als ich mich ein wenig über dieses Lied lustig machte, meinte D.: “He! Das Lied beschreibt zu 100%, wie es mir mit dir geht.” Aha. So schön kann Verliebtheit sein. Und bitte ein bißchen Respekt. Darum steht das Lied auch hier in der Liste.

3. Terence Trent d`Arby – Suddenly you crossed my heart: Auch wieder D., aber eine ganz andere Person. Ich sage nur: Labellosucht, Wex, Kaffee und Zigaretten. Ich übernachtete im Gästezimmer, wenn ich sie besuchte. Ähm, soviel dazu. Die Beziehung war aber ganz lustig und briefereich. Und tat dem Ego ungeheuer gut – das darf ich jetzt selbstkritisch anmerken.

4. The Beautiful South – Song for whoever: Danke, A., für diesen einen Abend. Es wäre zwar nichts geworden mit uns beiden, dafür warst du zu praktisch und ich zu träumerisch veranlagt. Aber die paar Stunden waren wir wenigstens nicht ganz so allein.

5. Don McLean – American Pie: Wir waren zu viert, M., D., V. und ich, und übernachteten bei V.; im Auto lief “American Pie” in voller Lautstärke. Dass M. und D. im Dunkeln die Hände nicht voneinander lassen konnten, kränkte mich, und zum Frühstück folgte ein jäher Temperatursturz. Diese Viererbande war nicht von langer Dauer, aber V. freute sich ehrlich, als ich sie einmal unangekündigt mitten im Sommer besuchte.

6. Tori Amos – Pandora: Die Büchse der Pandora öffnete sich, als ich mich Hals über Kopf in ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang stürzte. Um meiner Verwirrung Herr zu werden, folgten endlose, einsame Spaziergänge im Wald, die mir in gewisser Weise aber auch nicht weiterhalfen. Meine Neugier war so stark, dass ich diese Tür einfach öffnen mußte.

7. The Beatles – When I´m sixty-four: Ich war mittlerweile der fest eingeplante sonntägliche Gast bei A. (wieder eine andere Person) geworden, und das zog sich auch noch eine ganze Weile so hin. Ohne diese Dosis A. und den Beatles konnte ich einfach unter der Woche nicht bestehen. Das mußte sein. Ich liebte das Haus, sie selbst, ihre Schwester. Sogar ihre Eltern waren nett.

8. Small Faces – Itchycoo Park: Dieser Song ist einem skurrillen Abend in meiner damaligen Stammdiskothek geschuldet. Ich erweckte absichtlich einen naiven Eindruck und ließ mich bereitwillig von meiner Lehrmeisterin in das alternative Feeling einweihen. Über mir öffnete sich der Himmel, und das Mixtape gab´s gratis dazu.

9. Doobie Brothers – What a fool believes: S. war unglücklich, verletzt, einsam und gab sich nur nach außen hin stark und optimistisch. Ich habe heute noch Gedichte von ihr, die sie aber nicht mir, sondern meinem Bruder geschenkt hatte (wenn sie wüßte). Ihre Wohnung war der Mittelpunkt, in dem sich das Theatervolk traf, um zu feiern. Unsere Affäre flammte nur einmal in einer Stichflamme auf und fiel dann wieder in sich zusammen. Vergessen hatten wir uns nie, wie eine durchdiskutierte Nacht Jahre später bewies.

10. Fiona Apple – Shadowboxer: Ich riss Nachtschicht um Nachtschicht an der Tankstelle runter, um mir das Nötigste leisten zu können. Eines Tages fiel mir die CD-Beilage des “Rolling Stone” in die Hände, auf der “Shadowboxer” von Fiona Apple vorgestellt wurde. Das Lied wurde programmatisch. D. (Labello) und ich hörten es rauf und runter. Aber die Umstände waren dieses Mal ganz andere. D. hatte ihr Mädchenzimmer weit hinter sich gelassen und eine innige Beziehung zu Herrn Fernet Branca (und anderen Herren) aufgebaut.

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WordPress kompakt

Mittwoch, 21. Februar 2007 21:28

Für WordPress-Neulinge ist sicherlich der übersichtliche Leitfaden “WordPress 2.x kompakt” von Stephan Lamprecht interessant, der als e-book im .pdf-Format hier kostenlos heruntergeladen werden kann. Ich habe den Text bisher nur ein wenig überflogen, bin aber jetzt schon auf einige Tipps gestoßen, die ich demnächst ausprobieren werde.

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