Wenn du glaubst, es kommt nichts mehr…

…weht von irgendwo ein Stöckchen her. Dank der lieben Frau Jekylla (mit der ich schon wieder per Sie bin) kann ich meine kreative Durststrecke überwinden und dem geneigten Leser wieder einen schonungslosen Beitrag zumuten.

Drei Ingredienzien benötigt dieses abgefuchste Puzzle, aus dem das Plattencover eines eigenen Albums zusammengemixt wird: 1. Der Bandname ergibt sich aus dem Titel eines hier zufällig angezeigten Beitrags; 2. der Albumname setzt sich zusammen aus den letzten vier Worten des ersten Zitats auf dieser Seite; 3. das Albumcover ist das dritte Bild dieser Flick(r)schusterei.

Völlig spontan kam ich so mit Hilfe meines Bildbearbeitungsprogramms zu folgendem Ergebnis:

Albumcover

„Fear of flying“ ist übrigens der Titel einer Erzählung von Erica Jong, in der die Vorzüge des „zipless fuck“ beschrieben werden – purer Sex zwischen nur oberflächlich miteinander Bekannten ohne Emotionen oder Hintergedanken an den Altar. Wie passend.

Ich glaube, „No mind at all“ bietet satten psychodelischen Gitarrenrock mit ein paar elektronischen und Ambient-Einsprengseln. Also genau die Art Musik, die ich mir an einem einsamen Samstagabend gerne anhören würde.

Fünf Lieblingsfilme

Das Zweierpack stellt seine fünf Lieblingsfilme vor, und ich schließe mich gerne an. Es wird sehr eng, denn eigentlich könnte ich gut und gerne 30 Streifen nennen. Aber ich beschränke mich auf fünf, die da wären:

1. Der Herr der Ringe: Trilogie

Eine bildgewaltige Umsetzung des Romans, den ich vor Jahren, als ich das Bett hüten mußte, in einem Zug verschlugen habe. So oder so ähnlich sah auch mein Kopfkino aus, auch wenn die Buchvorlage viel mehr lyrische Passagen und mittelalterliche Patina enthält und Tom Bombadil im ersten Teil wohl dem Cutter zum Opfer fiel.

2. The Matrix

Die rote oder die grüne Pille? Deja-vus? Maschinen und Menschen als deren Energielieferanten? Gut, da würde mir auch erst mal kotzübel werden. Das Schauspielerensemble ist erstklassig, das Skript auch, die Optik berauschend: bleibt nur die Frage offen, was in aller Welt die zwei Fortsetzungen bedeuten sollten.

3. Das wandelnde Schloss

Huch, ein Anime? Ja, und ein sehr gutes obendrein. Ich gebe zu, hier flossen reichlich Tränen. Ja, ich bin ein Mann. Aber diese Geschichte ist so zartbitter erzählt, dass sie unvergleichlich ist. Die Zauberin aus dem Niemandsland, Hauro, Sophie, Rübe, Calcifer – sie alle sind poetische Charaktere und suchen das Glück auf ihre je eigene Weise. Ich darf verraten: es gibt ein Happy End, aber es befriedigt mich nicht. Und dennoch könnte ich den Film in einer Endlosschleife laufen lassen, und er würde nicht langweilig werden.

4. Trainspotting

Die untereinander verwobenen Erzählstränge über fünf Freunde in einem Vorort von Edinburgh gehören zum Lustigsten und Tragischsten, was ich in den letzten zehn Jahren im Kino gesehen habe. Vielleicht ist der erhobene Zeigefinger hier nicht ganz so deutlich wie in der Romanvorlage, aber vieles dreht sich auch hier um Drogen und ihre Beschaffung. Die Dialoge sind jedoch glänzend, und das Feuerwerk der Szenen sorgt immer wieder mal für einen Lacher. Der Film machte Ewan McGregor auf einen Schlag berühmt. Lassen wir Renton, den Protagonisten, einmal zu Wort kommen: „Sag ja zum Leben, sag ja zum Job, sag ja zur Karriere, sag ja zur Familie. Sag ja zu einem pervers großen Fernseher. Sag ja zu Waschmaschinen, Autos, CD-Playern und elektrischen Dosenöffnern.“

5. Dead man

Der Abgesang des Westerngenres wurde von Jim Jarmusch mit so viel liebevoller Ironie und Fingerspitzengefühl in Szene gesetzt, dass man ihm jede noch so absurde Verwicklung abkauft. Und so stapft Johnny Depp in Schwarz-Weiss und halbtot durch Indianergebiet, während die Gitarre von Neil Young wie ein Rudel Wölfe dazu heult und ihn immer wieder vorantreibt. Als er einen Indianer kennenlernt, begibt er sich auf eine spirituelle Reise, die ihn zum Schluss in einem Kanu auf das offene Meer hinausführt. Aber die Handlung steht nicht so sehr im Vordergrund als vielmehr die sperrige Schönheit des Films, die sich erst langsam erschließt.

Holzkaffee

Dieses Stöckchen habe ich mir bei Frau Schaaf geklaut.

1. Deine erste Tasse Kaffee trinkst du wann?
Direkt nach dem Aufstehen.

2. Wieviele Tassen trinkst du täglich?
Das ist je nach Müdigkeitsgrad unterschiedlich. Zwei Tassen sind das absolute Minimum. An „guten“ (d.h. „Zombie-„) Tagen können es aber auch schnell sechs oder sieben werden.

3. Koffeinfrei oder Bohnenkaffee?
Hahahaha. Der war gut. Nein, ich habe noch alle Zähne, und am Herzen fehlt mir auch nichts.

4. Zucker, Milch oder Sahne?
Zucker und Milch, beides reichlich.

5. Deine bevorzugte Zubereitungsart?
Kräftiger Espresso, zarter Milchschaum.

6. Mit wem genießt du deinen Kaffee am liebsten?
Der gehört mir! Finger WEG!

7. Deine Lieblingsmarke?
Lavazza in allen Farben, Formen und Kompositionen. Ausnahmsweise auch Douwe Egberts.

8. Wo trinkst du deinen Kaffee vorzugsweise?
Ob zuhause, auf Reisen oder im Büro – Hauptsache, der Koffeinpegel ist richtig eingestellt.

9. Wie sieht deine Lieblingstasse aus?
Ein großer Henkelbecher aus transparentem Milchglas.

10. Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato?
Ähm, bringen Sie mir mal zwei Stunden Cappuccino.

11. Bevorzugte Tätigkeit beim Kaffeetrinken?
Genuss- und geräuschvoll schlürfen.