Wichtelio 2009 – die Auflösung

Lange habe ich ja herumgeraten und hatte mal die eine Blogwichteline, mal den anderen Blogwichtel in Verdacht. Wie mir nun Frau Bhuti, die geschätzte Organisatorin des Blogwichtelns 2009, diese Woche verraten hat, gab es ausnahmsweise zwei Teilnehmer, die sich gegenseitig bewichteln durften: und zwar mich und – Frau Lorelei. Hier der Link zum Beitrag von Frau Lorelei auf meinem Blog: Wichtelio 2009, und hier zu meinem Beitrag auf dem Blog von Frau Lorelei: You´ve got to hide your love away. Ganz großes Kino. Ich werde nächstes Jahr auf alle Fälle wieder mit von der Partie sein (und es vielleicht meinem Blogwichtel ein wenig einfacher machen).

Wichtelio 2009

Den Wilden Kaiser soll ich mit einem Blogbeitrag bewichteln – uff, gar nicht so einfach! Schließlich ist seines kein leicht verdauliches Blog mit Katzenbildern hier, dem einen oder anderen Anekdötchen aus dem Alltag da, und vielleicht noch ein paar Kochrezepten. Das wäre auch viel zu simpel! Nein, hier beim Wilden Kaiser gibt es gewichtige Geschichten, wilde Träume und auch mal Worte großer Dichter. Und das wär‘s doch: ein großer Dichter muss her!
Einer meiner Lieblingsautoren ist seit jeher – oder zumindest seit ich als Kind seine Klassiker und später auch seine „Erwachsenen“-Werke verschlungen habe – Erich Kästner. Von Emil und den Detektiven über die drei Männer im Schnee bis hin zu seinen Gedichten hat mich bisher alles, was er schrieb, fasziniert, zum Lachen und auch zum Nachdenken gebracht. Auch zum Thema Weihnachten hatte Kästner etwas zu sagen; zufällig haben wir gerade Dezember und bald Weihnachten (Huch, schon? Das das aber auch jedes Jahr wieder, und immer so plötzlich …), und da möchte ich gern folgendes, sozialkritisches Gedicht aus dem Jahr 1928 mit dem Wilden Kaiser und seinen Lesern teilen. Ich hoffe, es gefällt; ihr dürft auch gern alle laut mitsingen, zur Melodie von „Morgen, Kinder, wird‘s was geben“:

Weihnachtslied, chemisch gereinigt (Erich Kästner, 1928)

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.
Mutter schenkte Euch das Leben.
Das genügt, wenn man’s bedenkt.
Einmal kommt auch eure Zeit.
Morgen ist’s noch nicht so weit.

Doch ihr dürft nicht traurig werden.
Reiche haben Armut gern.
Gänsebraten macht Beschwerden.
Puppen sind nicht mehr modern.
Morgen kommt der Weihnachtsmann.
Allerdings nur nebenan.

Lauft ein bißchen durch die Straßen!
Dort gibt’s Weihnachtsfest genug.
Christentum, vom Turm geblasen,
macht die kleinsten Kinder klug.
Kopf gut schütteln vor Gebrauch!
Ohne Christbaum geht es auch!

Tannengrün mit Osrambirnen –
lernt drauf pfeifen! Werdet stolz!
Reißt die Bretter von den Stirnen,
denn im Ofen fehlt’s an Holz!
Stille Nacht und heil’ge Nacht –
weint, wenn’s geht, nicht! Sondern lacht!

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld!
Morgen, Kinder, lernt fürs Leben!
Gott ist nicht allein dran schuld.
Gottes Güte recht so weit …
Ach, du liebe Weihnachtszeit!

Dieser Beitrag wurde mir im Rahmen der von Frau Bhuti organisierten Blogwichtelaktion 2009 zugelost. Stimmt, ich habe es meinem Wichtel nicht gerade leicht gemacht. Aber dass dann gleich Erich Kästner herhalten muss, hätte ich nicht gedacht, noch dazu, weil ich Erich Kästner als Autor sehr schätze. In diesem Sinne: ein doppeltes, nein dreifaches Dankeschön an den unbekannten Blogwichtel!

Der treue Prinz

Vor langer Zeit lebte in einem fernen Land ein Prinz, dem hatte sein Vater auf dem Sterbebett auferlegt, eine Frau zu ehelichen, bevor er ihm auf dem Thron nachfolgen könne. Nach vielen Reisen landauf, landab verzweifelte der Prinz beinahe an seinem Vorhaben, eine Frau zu finden, die an seiner Seite als Königin leben sollte, und wollte schon auf den Thron verzichten, als er eines Abends aus einem Hinterhof den melodischen Gesang einer weiblichen Stimme vernahm, der ihm das Herz brach. Er beobachtete die Frau, eine einfache Wäscherin, bei ihrer täglichen Arbeit und nahm schließlich allen Mut zusammen, um sie anzusprechen. „Gut“, sagte sie, „du hast also Interesse an mir, und das Schicksal hat uns in diesem Moment zusammengeführt. Wenn du bei mir bleiben willst, muss ich dir vertrauen können. Also hilf mir und lerne, mir zur Hand zu gehen.“ Und er half ihr bei ihren Tätigkeiten, so gut es eben ging, und verbrachte immer mehr Zeit in ihrem Haus, bis er schließlich jede Nacht auf dem Boden vor ihrem Bett schlief, ihren Gesängen lauschte und das Prinzensein und den Auftrag seines Vaters völlig vergessen zu haben schien. Sie aber sagte zu ihm: „Nun, jetzt bist du glücklich; aber was wird sein, wenn du eines Abends voller Vorfreude von der Versammlung der Ratsherrn weg zu mir schleichst und vor verschlossener Türe stehst oder ich nicht mehr für dich da sein kann? Wirst du mich nicht einfach vergessen und dir eine andere zur Frau nehmen? Glaubst du wirklich, dass du mir ewig treu sein kannst?“ Was sie sagte, betrübte ihn zutiefst; aber er dachte bei sich: „Wenn du so wettest, wette ich dagegen.“

Eines Abends betrat er die Stiege zu ihrer Kammer und fand die Türe plötzlich verschlossen vor; auf sein ungeduldiges Pochen antwortete niemand. Er setzte sich auf die oberste Treppenstufe, um auf sie zu warten. Am nächsten Tag sah er sie von der Ferne und folgte ihr bis zu ihrem Haus; sie jedoch ließ sich von ihrem Hausmütterchen verleugnen und öffnete ihm nicht die Tür. Das machte den Prinzen krank und traurig, und er schlich wie ein Wolf durch die dunklen Gassen seiner Stadt, um für seine aufgewühlte Seele Ruhe zu finden. Und als er am dritten Tag bei ihr erschien, war sie verschwunden. Die Kammer stand offen, aber ihre Schränke waren leer und kündeten von Momenten des Zusammenseins, die nur in seiner Erinnerung existierten. Er schickte heimlich Boten in alle Ecken seines Reichs, um sie zu finden. Die Boten kehrten jedoch immer ohne irgendein Lebenszeichen von ihr zurück. Der Prinz fing an zu glauben, dass sie tot sei, und er prüfte leise den vorbeistreichenden Wind, ob er ihm nicht einen Ton von ihrer wundersamen Stimme brächte. Währenddessen versammelten sich die Räte des Reiches, um über das merkwürdige Verhalten des Prinzen zu beratschlagen. Sie beschlossen, ihn mit den edelsten Damen zusammenzubringen, in der Hoffnung, eine von ihnen möge sein lahmendes Herz entzünden. Er redete höflich mit ihnen, aber sobald sie ihn am Arm berührten, stand er auf und ging davon, um sich in seine Gemächer einzuschließen.

Das ging nicht lange gut, denn fremde Mächte hatten ein Auge auf das Reich geworfen, das ohne König schutzlos seinen Feinden ausgeliefert war. Die Ritter hatten zwar der Krone die Treue geschworen, aber da sie niemand trug, verfolgten sie ihre eigenen Interessen und riskierten die Spaltung des Reichs. Es kam, wie es kommen musste – eine feindliche Armee überrannte die Grenzen des Reichs, plünderte, mordete und führte viele seiner Untertanen in die Gefangenschaft. Der Prinz wurde in ein dunkles Verlies geworfen und erhielt nur einen Krumen Brot und einen Krug voll Wasser am Tag, gerade genug, um am Leben zu bleiben. Aber er war alt und gebrechlich geworden, und die feuchten Mauern setzten seiner Gesundheit zu. Als er seine letzte Stunde nahen fühlte, legte er sich auf sein Lager aus Stroh, und wie ein Traumgesicht sah er ihr Antlitz vor sich schweben. „Siehst du,“ krächzte er mit heiserer Stimme und weit aufgerissenen Augen, „ich habe die Wette schließlich doch gewonnen.“ „Nein“, sagte sie, „du hast sie natürlich verloren.“ Und mit einem zarten Kuss versiegelte sie auf immer seine Lippen.

Der Skarabäus

Im Haus meiner Eltern findet im Obergeschoss eine Familienversammlung statt, die sehr konzentriert, aber in völliger Stille abläuft. Meine Familie ist um mich herum mit vor Erwartung glühenden Gesichtern gruppiert – mein Bruder sitzt locker auf der Lehne eines Sessels, in dem meine Mutter Platz genommen hat. Mein Vater steht hinter meiner Mutter, ist aber für mich kaum sichtbar, da der Raum ziemlich duster ist. Weiter weg erkenne ich noch mehrere mit dunkelgrünem Samt bezogene Fauteuils. Da sie mich unangenehm anstarren, richte ich meinen Blick auf den Boden und bemerke dort eine schwarz glänzende, sich bewegende Oberfläche…ich schreie auf, was meine Familie missbilligt. Auf dem Boden krabbelt ein riesiger Skarabäus herum, der gut 30 Zentimeter lang ist. Während ich mühsam nach Luft ringe, versucht meine Familie den Skarabäus vor mir zu verstecken. „Nun reg dich doch nicht so auf…“ Aber selbst unter dem roten Samtkissen, unter den meine Familie ihn gesteckt hat, ragen seine sechs Füße hervor. Nein, ich werde mich nicht darauf setzen und so tun, als sei nichts vorgefallen. Schließlich hebt ihn mein Bruder mit einer Miene des Angeekelt-Seins vom Boden auf. Der Skarabäus ist nun ganz flach und sehr weich, wie eine Art bräunlich-durchsichtiger, organischer Gummi. Mein eigener Ekel schlägt in eine heftige Übelkeit um. Als mein Bruder an mir vorbei in Richtung Balkontür geht, um den Käfer hinauszubringen, bemerke ich, dass sein Ekel nicht dem Insekt, sondern meinem Verhalten gilt. Der Skarabäus wird von meiner Familie wie eine äußerst glückverheißende Prophezeiung aufgenommen. Meine Aufregung kann zumindest hier im Raum jedoch kaum jemand nachvollziehen.

Der Aufbruch

Ich befahl mein Pferd aus dem Stall zu holen. Der Diener verstand mich nicht. Ich ging selbst in den Stall, sattelte mein Pferd und bestieg es. In der Ferne hörte ich eine Trompete blasen, ich fragte ihn, was das bedeutete. Er wusste nichts und hatte nichts gehört. Beim Tore hielt er mich auf und fragte: »Wohin reitet der Herr?« »Ich weiß es nicht«, sagte ich, »nur weg von hier, nur weg von hier. Immerfort weg von hier, nur so kann ich mein Ziel erreichen.« »Du kennst also dein Ziel«, fragte er. »Ja«, antwortete ich, »ich sagte es doch: ›Weg-von-hier‹ – das ist mein Ziel.« »Du hast keinen Essvorrat mit«, sagte er. »Ich brauche keinen«, sagte ich, »die Reise ist so lang, dass ich verhungern muss, wenn ich auf dem Weg nichts bekomme. Kein Essvorrat kann mich retten. Es ist ja zum Glück eine wahrhaft ungeheure Reise.«

Franz Kafka

Allein und zu zweit

Ich warte in einem belebten Raum – vielleicht eine Art Empfangsbereich in einem Flughafen oder Hotel – zwischen meinen Gepäckstücken auf eine bestimmte Person, die aber nicht oder nie mehr kommt. Meine beiden Begleiter sehen mich mit verstohlenen, mitleidigen Blicken an, so als ob mein Warten etwas gänzlich Sinnloses sei. Ich bin aber von einer Reise viel zu erschöpft, um auf ihre Blicke zu reagieren. Statt dessen schlafe ich auf einer Holzbank ein und erwache mitten in der Nacht wieder. Die Person, auf die ich gewartet habe, ist nicht erschienen, und ich schleppe mich zu einem freien Holztisch in einem sehr großen, halbdunklen Saal, um dort meinen Laptop in Betrieb zu nehmen. Über dem Empfangstresen brennt zwar Licht, das den Saal ein wenig erhellt, aber selbst meine Begleiter sind mittlerweile verschwunden. Ich fühle mich verlassen und hoffnungslos, fast wie ein ausgesetztes Kind.

Wenig später sitze ich mitten im lauten, ohrenbetäubenden Getümmel eines Schulungsraums, den ich während der Pause verlasse. Einige Schritte entfernt wartet eine Frau auf mich, die sich an den Kühler und die Motorhaube eines hellblauen Oldtimers lehnt. Erst jetzt bemerke ich, dass es sich bei der Frau um Zucker handelt. Ich stelle mich zunächst wortlos neben sie, aber ihr Gesicht wirkt auf mich so hinreißend, dass sie küssen muss (Ist es wirklich Zucker? Oder nur eine Animagestalt, die ihre Gesichter nach Belieben wechseln kann? Ich bin etwas verwirrt, aber nur ganz oberflächlich; in einer sehr viel tieferen Schicht meines Wesens erkenne ich in ihr mein Gegenstück. Auch nach unserem Kuss verliere ich sie immer wieder ganz oder teilweise aus meinem Blickfeld, empfinde aber überdeutlich ihre Gegenwart.) Ich ziehe sie stürmisch an mich und greife in ihre blonden Haare. Und obwohl sie zunächst eine Schnute zieht und mir nur die Wange hinhält, als wolle sie mich abweisen, ist es doch nur ein Spiel. Nach kurzer Zeit erwidert sie mit einem innerlichen Lächeln meine leidenschaftlichen Küsse, und ihre Stimme sagt in meinem Kopf: „Endlich ist es so, wie es immer sein sollte, aber bis jetzt nie war.“ Gemeinsam gehen wir wieder in den Schulungsraum zurück, und ich strahle vor Zufriedenheit, weil ich Zucker vorher noch nie so glücklich erlebt habe.

Ich wünsch mir was. Teil 1: Der ideale Job

Heute habe ich zufällig den Rat aufgeschnappt, man solle seine Wünsche so präzise und deutlich wie möglich niederschreiben, damit man ihnen eine Chance zur Verwirklichung gibt. Diesen einen Rat will ich ausnahmsweise mal befolgen, und daher phantasiere ich mir ganz verantwortungslos und egoistisch gleich mal meinen idealen Job zusammen:

  • Ich fahre jeden Tag ausgeschlafen in die Arbeit. Das bedingt aber auch, dass ich erst später als bisher mit dem Arbeiten beginne und auch später wieder aufhöre. Am besten wäre eine regelmäßige Arbeitszeit zwischen 10.00 und 18.00 Uhr.
  • Wenn ich untertags eine Pause brauche und keine wichtigen Besprechungstermine anstehen, kann ich mir eine Auszeit nehmen. Es gibt niemanden, dem ich dafür Rechenschaft ablegen muss.
  • Meine Agenda hat eine gewisse Gültigkeit, das heißt, wenn ich in einem wichtigen Projekt stecke und dafür meine komplette Arbeitszeit benötige, wird das beachtet und respektiert. Ich werde nicht mit tausend anderen zu erledigenden Aufgaben nebenher zugeschüttet und kann mich voll und ganz auf eine Aufgabe konzentrieren.
  • Das Gehalt ist meiner Tätigkeit angemessen. Ich habe nicht das Gefühl, laufend übervorteilt und als billiger Arbeitssklave missbraucht zu werden. Es reicht, um die laufenden Ausgaben zu decken und einen guten Anteil nebenher sparen zu können.
  • Ich arbeite in einem kleinen Team aus Spezialisten, die etwas von ihrer Sache, die nicht meine Sache ist, verstehen. Das Arbeitsklima ist freundlich und aufgeschlossen, aber meistens aufgabenorientiert.
  • Mein Vorgesetzter gibt mir klare Zielvorgaben und klare Rückmeldungen. Ich weiß immer, woran ich mit ihm bin. Ansonsten läßt er mir weitgehend freie Hand und traut mir selbständiges Arbeiten zu. Wenn er mich um einen Rat bittet, hört er mir zu und läßt mich im Gegenzug an seinen eigenen Gedanken und Ideen teilhaben. Er vertraut meiner Expertise.
  • Ich arbeite in einem Großraumbüro, habe aber die Möglichkeit, auch tageweise ein Einzelbüro nutzen zu können, je nach Lust und Laune.
  • Mein Hauptaufgabengebiet ist Kommunikation, Wissen und Begegnung. Ich bringe Menschen zusammen, moderiere und kann im Hintergrund kreativ gestalten.
  • Ich habe einen inoffiziellen Sparringspartner, mit dem ich die verrücktesten Ideen durchspielen kann. Ab und zu trinken wir mal ein Bier zusammen.
  • Der Besuch von Weiterbildungen, Seminaren und Schulungen wird in jeder Hinsicht gefordert und gefördert.
  • In Verhandlungen oder bei Treffen mit externen Geschäftspartnern werde ich, wenn es mein Aufgabengebiet betrifft, einbezogen und um Stellungnahme gebeten.
  • Das Umfeld ist professionell, aber keinesfalls steif.
  • Es gibt feste Jahrestermine. Einen gewissen Teil des Jahres verbringe ich auf Reisen.
  • Es gibt zumindest eine zuverlässige und fleißige Person, an die ich einen Teil meiner Arbeit delegieren kann.

Ja, all das, in den buntesten Farben ausgeschmückt, wünsche ich mir. Mal sehen, ob es mit der Beschreibung der idealen Beziehung auch so leicht wird.

Wilde Schießerei

Traumfragment: In einem abbruchreifen Haus treffe ich als Freischärler auf einige Gleichgesinnte, die zusammen mit mir ihre Verteidigung gegen eine Armee übermächtiger Gegner organisieren wollen. Ich trage eine Maschinenpistole bei mir und feuere ein ganzes Magazin auf eine dem Fenster gegenüberliegende Mauer, um die Angreifer in Schach zu halten. Es staubt ziemlich, und der Putz fällt großflächig herab. Ich habe zwar das Gefühl, die Situation zu kontrollieren, aber durch das wilde Drauflosgeballere fehlt uns nun die Munition. Einer meiner Kameraden hält mir einen grauen Briefkorb hin, in dem mehrere Magazine mit einer milchig weißen Plastikummantelung und nur zwei oder drei Patronen Inhalt liegen. Ist das die richtige Munition, die ich verwenden kann? Ich bin skeptisch. Allerdings muss ich in der Situation, in der wir uns befinden, auch mit weniger perfekten Lösungen vorlieb nehmen, und spanne daher versuchsweise ein Magazin in die Maschinenpistole ein. An dieser Stelle wache ich auf.