My generation

Wir sind ja alle so risikoverliebt, dass uns der Blick auf unsere zu erwartende Altersversorgung das Blut in den Adern gefrieren läßt. Nonkonformistisch. Individuell. Wir hören ACDC und Nirvana in unseren angenehm temperierten Wohnzimmern über den Kopfhörer, damit wir die Nachbarn nicht stören. Was natürlich nur zum Teil gelingt, da Kopfhörer beim Headbangen im allgemeinen etwas hinderlich sind. Der männliche Anteil meiner Erfahrungsstufe beginnt, Frauen attraktiv zu finden, die durchschnittlich 10 Jahre jünger sind. Kurz und gut: ich war gestern in einer Diskothek. Diskotheken sind eigentlich sinnvolle Einrichtungen, haben aber vier wesentliche Nachteile: 1. Die Musik ist furchtbar laut. 2. Es wird wahnsinnig viel geraucht. 3. Der Alkohol ist so billig, dass alle nicht mehr ganz nüchtern sind. 4. Der Tanzstil gleicht ab den frühen Morgenstunden einem Eingeborenenritual in Takatuka-Land. Weiße T-Shirts mit dem Aufdruck „Monas* Junggesellinnen-Abschied 2007“ möchte ich hier gar nicht erst kommentieren. Das Rauchverbot kommt und das Alkoholverbot wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Und wenn das Risiko erst einmal eliminiert ist, wird der Spaß grenzenlos. Hoffe ich.

*Name von der Redaktion geringfügig geändert