Wichtelio 2009 – die Auflösung

Freitag, 25. Dezember 2009 19:51

Lange habe ich ja herumgeraten und hatte mal die eine Blogwichteline, mal den anderen Blogwichtel in Verdacht. Wie mir nun Frau Bhuti, die geschätzte Organisatorin des Blogwichtelns 2009, diese Woche verraten hat, gab es ausnahmsweise zwei Teilnehmer, die sich gegenseitig bewichteln durften: und zwar mich und – Frau Lorelei. Hier der Link zum Beitrag von Frau Lorelei auf meinem Blog: Wichtelio 2009, und hier zu meinem Beitrag auf dem Blog von Frau Lorelei: You´ve got to hide your love away. Ganz großes Kino. Ich werde nächstes Jahr auf alle Fälle wieder mit von der Partie sein (und es vielleicht meinem Blogwichtel ein wenig einfacher machen).

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Wichtelio 2009

Dienstag, 15. Dezember 2009 0:01

Den Wilden Kaiser soll ich mit einem Blogbeitrag bewichteln – uff, gar nicht so einfach! Schließlich ist seines kein leicht verdauliches Blog mit Katzenbildern hier, dem einen oder anderen Anekdötchen aus dem Alltag da, und vielleicht noch ein paar Kochrezepten. Das wäre auch viel zu simpel! Nein, hier beim Wilden Kaiser gibt es gewichtige Geschichten, wilde Träume und auch mal Worte großer Dichter. Und das wär‘s doch: ein großer Dichter muss her!
Einer meiner Lieblingsautoren ist seit jeher – oder zumindest seit ich als Kind seine Klassiker und später auch seine „Erwachsenen“-Werke verschlungen habe – Erich Kästner. Von Emil und den Detektiven über die drei Männer im Schnee bis hin zu seinen Gedichten hat mich bisher alles, was er schrieb, fasziniert, zum Lachen und auch zum Nachdenken gebracht. Auch zum Thema Weihnachten hatte Kästner etwas zu sagen; zufällig haben wir gerade Dezember und bald Weihnachten (Huch, schon? Das das aber auch jedes Jahr wieder, und immer so plötzlich …), und da möchte ich gern folgendes, sozialkritisches Gedicht aus dem Jahr 1928 mit dem Wilden Kaiser und seinen Lesern teilen. Ich hoffe, es gefällt; ihr dürft auch gern alle laut mitsingen, zur Melodie von „Morgen, Kinder, wird‘s was geben“:

Weihnachtslied, chemisch gereinigt (Erich Kästner, 1928)

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.
Mutter schenkte Euch das Leben.
Das genügt, wenn man’s bedenkt.
Einmal kommt auch eure Zeit.
Morgen ist’s noch nicht so weit.

Doch ihr dürft nicht traurig werden.
Reiche haben Armut gern.
Gänsebraten macht Beschwerden.
Puppen sind nicht mehr modern.
Morgen kommt der Weihnachtsmann.
Allerdings nur nebenan.

Lauft ein bißchen durch die Straßen!
Dort gibt’s Weihnachtsfest genug.
Christentum, vom Turm geblasen,
macht die kleinsten Kinder klug.
Kopf gut schütteln vor Gebrauch!
Ohne Christbaum geht es auch!

Tannengrün mit Osrambirnen -
lernt drauf pfeifen! Werdet stolz!
Reißt die Bretter von den Stirnen,
denn im Ofen fehlt’s an Holz!
Stille Nacht und heil’ge Nacht -
weint, wenn’s geht, nicht! Sondern lacht!

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld!
Morgen, Kinder, lernt fürs Leben!
Gott ist nicht allein dran schuld.
Gottes Güte recht so weit …
Ach, du liebe Weihnachtszeit!

Dieser Beitrag wurde mir im Rahmen der von Frau Bhuti organisierten Blogwichtelaktion 2009 zugelost. Stimmt, ich habe es meinem Wichtel nicht gerade leicht gemacht. Aber dass dann gleich Erich Kästner herhalten muss, hätte ich nicht gedacht, noch dazu, weil ich Erich Kästner als Autor sehr schätze. In diesem Sinne: ein doppeltes, nein dreifaches Dankeschön an den unbekannten Blogwichtel!

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Wichtelio

Sonntag, 21. Dezember 2008 11:39

Da ich an der Wichtelaktion von Herrn Hollemann teilgenommen habe, wird es jetzt langsam höchste Eisenbahn, auch den Wichtelbeitrag eines mir zugelosten Wichtels zu veröffentlichen…nun denn: wilderkaiserblog proudly presents…

Nun ist es wieder so weit
Für die jährliche Weihnachtszeit,
Diesmal sind es Blogger und kein Weihnachtsmann
Und Grüße in Bytes auf der Datenautobahn.

Wer früher eine Karte versandt
Hält heute eine Maus in der Hand.
Doch die Gedanken sind noch gleich
Und man geht ja auch mit der Zeit.

Bevor wir alle werden zu Glas
Hier noch ein letzter, digitaler Spaß:
Mit den besten Wünschen und Gedanken
Ohne Grenzen, ohne Schranken.

Drum dir und allen, die das sehen
Frohe Weihnachten und den besten Bloggersegen.
Auf dass wir bloggen auch in 2009
Und uns auf das nächste Blogwichteln freun.

Ich muss sagen, über die Glaswerdung des Menschen habe ich bisher auch noch nicht so genau nachgedacht. Auf jeden Fall originell…vielen Dank, lieber unbekannter Wichtel. Und ich entschuldige mich dafür, dass es bis zur Veröffentlichung so lange gedauert hat.

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Contra Vorratsdatenspeicherung!

Montag, 3. Dezember 2007 0:02

Nach dem heutigen Tag kann ich nur noch darauf bauen, dass viele Bürger an der Sammel-Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung teilnehmen. Im Anschluss daran setze ich mein ganzes Vertrauen in das Urteilsvermögen unserer Verfassungsrichter. Diese werden hoffentlich erkennen, welcher Irrsinn da auf uns Bundesbürger zukommt.

Falls dies auch nicht klappen wird, sehe ich wirklich schwarze Zeiten auf uns zukommen. Wirklich gut zusammengefasst, was gegen die Vorratsdatenspeicherung spricht, hat Jörg Hochwald in seinem Blog.

Auch wenn häufig von Mitmenschen hört, dass man ja nichts zu verbergen und darum mit der Speicherung der Daten auch kein Problem habe, denke ich mir immer nur, ob diese Leute eigentlich gar nicht wissen, was auf sie zukommt, oder es gar nicht wissen wollen. Wie auch immer ich kann nur sagen, dass jetzt noch Zeit ist, diesen Wahnsinn zu stoppen.

Anmerkung: Dieser Beitrag wurde mir im Rahmen der legendären Blogwichtelaktion, zu der der gute Hollemann aufgerufen hatte, geschenkt. Vielen Dank an dieser Stelle meinem noch unbekannten Wichtel…

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Wichtlerius blogoensis

Sonntag, 18. November 2007 12:58

Blogwichteln

Diese seltsame Art gedeiht am besten in amorphen Grüppchen, die sich spontan im Herzen des Internets bilden. Sie besiedeln vor allem in der Vorweihnachtszeit fremde Blogs und treiben dort ihr mehr oder weniger amüsantes Unwesen. An sich sind sie völlig harmlos, aber das rasante Wachstum dieser possierlichen Tierchen erstaunt selbst erfahrene Forscher.

Kurz und knapp – ich bin auch dabei. Ich bin gespannt, was mir blüht, und freue mich darauf, für ein anderes Blog zu schreiben. Und wer´s noch nicht kennt: einfach ausprobieren!

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