Das Buchprojekt 1000 Tode

Frau Frohmann vom Frohmann Verlag hat sich viel vorgenommen: sie will in einem Buchprojekt 1000 Mosaiksteine versammeln, die jeweils eine Begegnung mit dem Tod widerspiegeln. Frau Frohmann hofft, dass diese Sammlung mehr über das Bild des Todes in der Gesellschaft aussagt als jede sozialempirische Studie. Das Buch wird in vier Etappen veröffentlicht. Die Version 2 von 4 mit 246 „Kapiteln“ ist aktuell bei minimore (und anderen Onlineanbietern) erschienen. Die Version 3 soll bereits 750 Abschnitte enthalten, Version 4 mit 1000 Einträgen soll schließlich auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt werden. Da es sich um ein offenes Buchprojekt handelt, kann sich jeder beteiligen, der eine Begegnung mit dem Tod in Worte fassen möchte. Stil, Ton, Rahmen, Fiktion oder reale Begebenheit, in der Version 3 auch die Sprache – all das ist prinzipiell nicht festgelegt. Ich selbst habe mich unter der Nummer „211“ am Buch beteiligt und meinen Beitrag auch hier im Blog veröffentlicht. Dabei handelt es sich um den Schlusspunkt meines eigenen Erzählprojekts „Der Sturm“, das mich nun auch schon fast 6 Jahre begleitet.

Weitere Links im Netz zu diesem Buchprojekt habe ich hier versammelt:

„Der Tod setzt eine neue Ordnung in Kraft“, Interview der NZZ mit Christiane Frohmann über 1000 Tode.
„Print wäre verrückt“, Christiane Frohmann versammelt 100 Texte über den Tod in einem ebook, Interview mit Elisabeth Rank für wired.de.
Exposé für neue Autorinnen und Autoren (via Dropbox)
– Ein Tumblr-Post von Frau Frohmann über das Buchprojekt mit weiteren Links und Infos

Da die Autoren- und Herausgeberanteile als Spende an das Kinderhospiz Sonnenhof in Berlin-Pankow gehen, kann man dem Projekt nur viel Erfolg und Aufmerksamkeit wünschen. Welche bewundernswerte Leistung im Lektorieren der Beiträge liegt, lässt sich indes nur erahnen: