Vielerlei…
Sonntag, 9. März 2008 23:16
…ist hier während meines einwöchigen Urlaubs liegengeblieben. Einiges habe ich lustlos in Angriff genommen und danach halbfertig auf den inneren, geistigen Stapel gelegt, einiges blieb völlig unbearbeitet. Heute begleitete mich mal wieder das Gefühl der Ausweglosigkeit und Ohnmacht durch den Tag – meine Gedanken waren nicht hier, sondern beim morgigen Tag und bei der neuen Woche. Ich spüre nur, dass sich hinter dieser hauchdünnen Wand von wenigen Stunden die Konflikte auftürmen und ich morgen völlig präsent sein muss, um nicht in diesen negativen, auf mich gerichteten Energien unterzugehen. Schließlich habe ich wieder alle Hände damit zu tun, die Spielbälle, die auf meine Hälfte des Feldes gedroschen werden, zurückzuschlagen. Ein erfolgreicher Tag ist, um im Bild zu bleiben, einer, an dem ich schweißüberströmt und mit Muskelkrämpfen von einer leeren Spielhälfte schleiche. Das bedeutet aber nicht, dass ich etwas Produktives getan hätte, und dieser Überhang wird mir immer mehr zum Verhängnis. Ich schiebe die längerfristigen Verpflichtungen und Projekte nur noch vor mir her. Mehr kann ich nicht tun, im Moment. Auch privat bewegt sich wenig. Ich zögere. Warum? Will ich wirklich warten, bis das sattsam bekannte Ablehnungsschreiben im Postkasten liegt? Habe ich wirklich die Chancen, die ich mir ausmale? Ich hoffe es natürlich. – Wenn mein Chef nicht mal mehr meine emails liest und mir dann in einem Telefonat während meines Urlaubs mit einem aggressiven Unterton vorhält, er sei nicht informiert worden und ein bestimmtes Schreiben komme für ihn völlig überraschend, habe ich ausreichende Gründe, um auf der Hut zu sein. Er will mich loswerden, und ich will nicht mehr unter ihm arbeiten. Der Informationsfluss und die Kommunikation sind ein Desaster. Nimmt man noch die neue räumliche Nähe durch meinen Umzug mit dazu, ergibt sich eine explosive Konstellation.
Thema: Desorganisation, Zeitlinien |
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