Ehe

Aus irgendeinem Grund bin ich plötzlich mit D., meiner ersten Freundin, verheiratet, und ich bin mir nicht ganz im Klaren, was mich zu diesem Schritt bewogen hat. Wir leben zwar zusammen in einer Wohnung, aber es ist eine merkwürdige Ehe, die wir führen – denn eigentlich gehen wir völlig getrennte Wege, und außer dem Trauschein scheint uns nicht viel zu verbinden. Im weiteren Verlauf des Traums liege ich gemütlich auf dem Bett und sehe D. zu, wie sie sich wieder einmal hektisch für eine ihrer geheimen Verabredungen umzieht und schminkt. Unvermittelt frage ich sie: „Sag mal, D., liebst du mich?“ Sie sieht mich kurz an und antwortet dann genervt: „Nein, Bernhard, das habe ich dir jetzt bestimmt schon hundert Mal erklärt.“ Wieder in das Kopfkissen zurückfallend, erwidere ich in süffisantem Ton: „Dann können wir ja das alles hier auflösen.“ Ich bin sehr zufrieden mit mir, da ich endlich beginne, die richtigen Fragen zu stellen.