Vollkommen verblödet

Das war heute mein gefühlter 200. Radunfall. Er mußte bestimmt den Eindruck einer akrobatischen Einlage erweckt haben, denn als ich in die Gesichter der Menschen blickte, die auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf den Bus warteten, starrte mir blankes Entsetzen entgegen. Völlig abgelenkt von meinem neuen MP3-Player übersah ich in voller Fahrt ein Absperrschild, wie es für Straßenbauarbeiten verwendet wird, und bremste mit der rechten Hand und meinem rechten Unterarm auf dem Asphalt. Zum Glück war das Absperrschild aus Plastik und wurde bei meinem Sturz nicht beschädigt – Fahrerflucht inbegriffen. Auch mein Fahrrad bekam seltsamerweise nichts ab. Meine Schürfwunden taten zwar am Anfang höllisch weh, aber ein bißchen kaltes Wasser wirkte Wunder. Wenn ich mich wieder auf der Straße bewege, schalte ich zur Abwechslung mal meinen Kopf (und nicht den MP3-Player) ein.

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Ich weiß, der absolute Wahnsinn. 599 Ocken, einfach so. (Dabei wartete gemeinsam mit mir eine Frau im Laden, die ein Rennrad für sage und schreibe 4500 Döntjes erwarb und das Geld nur so hinblätterte. Verrückt.) Aber ich konnte nicht nein sagen, es lachte mich an, der Wunsch war stärker undsoweiterundsofort. Boah! Einen Tacho gab´s gratis obendrein. Aktueller Stand: 15 km und ein paar Zerquetschte. Ab jetzt heißt die Devise: Wasser und Brot. Achja, es ist ja eh Fastenzeit. Und von meiner blütenweißen Umweltbilanz wollen wir hier schon gar überhaupt nicht reden.

Diamant Saphir