Mein Fazit 2008

„Ich drehe den Spieß innerlich um: Nicht ich stehe der Situation zur Verfügung, sondern die gesamte Situation steht ab sofort mir zur Verfügung.“ Olaf Jacobsen

  • Ich habe gelernt, einseitige Beziehungen rasch und kompromisslos zu beenden (ein weiterer Schritt dazu, im entscheidenden Augenblick nein zu sagen). Anderes habe ich dagegen gründlich wieder vergessen.
  • Mein 30-seitiger Beitrag „Medizinprodukterecht aus Sicht des Betreibers – eine Herausforderung für das Qualitätsmanagement (Teil 1)“ wurde im Dezember im Nachschlagewerk „Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen“ der TÜV Media GmbH Köln veröffentlicht.
  • Ich habe das Gefühl, allmählich als Experte anerkannt zu werden. Das kann aber auch einen erheblichen Nachteil bedeuten: nämlich dann, wenn ich dadurch gezwungen bin, meine zeitlichen Ressourcen sinnvoll einzusetzen und abzuarbeitende Dinge streng zu priorisieren. Die wahren Zeitfresser liegen schließlich in der Vor- und Nachbereitung von Projekten. Und am Abend bin ich nach einem Besprechungsmarathon oft so leer, dass ich selbst bei größter Disziplin und Konzentration nur noch fehlerhafte Berichte schreibe.
  • Die Prüfungen für die „Handlungsfeldübergreifende Qualifikation“ als Fachwirt liegen hinter mir. Ich habe alle drei Prüfungsteile bestanden, wenn auch nicht so glanzvoll, wie es andere vorhergesagt hatten. Geprüft wurden: 1. Aspekte der Volks- und Betriebswirtschaft, Recht und Steuern; 2. Unternehmensführung, Controlling und Rechnungswesen; 3. Personalwirtschaft, Informationsmanagement und Kommunikation. Meine Punktzahl verteilt sich wie folgt: 1. 70, 2. 87 und 3. 79 von jeweils 100 Punkten. Ich hätte mehr Zeit in meine persönliche Vorbereitung investieren müssen, um besser abzuschneiden. Kurz vor der Prüfung gab ich jedoch anderen Kursteilnehmern noch Nachhilfeunterricht (in Rechnungswesen, wo sonst! *g*).
  • Hinter einigen persönlichen, aber auch beruflich bedingten Begegnungen steht noch mehr als ein Fragezeichen. Ich bin gespannt, wie sich manche Kontakte, die ich in diesem Jahr geknüpft habe, im nächsten Jahr entwickeln werden.
  • Mein Einzelkämpferdasein fand 2008 definitiv ein Ende. Und die neue Bürogemeinschaft hatte für mich persönlich viele positive Effekte.
  • Ich bekam die gewünschte Unterstützung in Form einer studentischen Hilfskraft. Die Arbeit mit ihr ist aber oft ein Drahtseilakt zwischen Sympathie und Pflicht.

Vielleicht gelingt es mir ja 2009, den oft vermissten, kleinen Glücksmomenten mehr von der Zeit einzuräumen, die sie brauchen, um sich zu entfalten.