Fernöstlicher Exkurs: Feng Shui

Für alles gibt es eine Erklärung. Für Infektionsanfälligkeit und Morgenmüdigkeit beispielsweise. Es hängt auch viel davon ab, wo man seinen Schreibtisch hinstellt. Zur Verdeutlichung habe ich mich mal an folgende Skizze gewagt, die nicht maßstabsgetreu überraschende Einblicke in die Verhältnisse in meinem Arbeits-, Schlaf- und Wohnzimmer gewährt:

Feng-Shui

Der Schreibtisch ist orange, der Stuhl violett, der Fernseher blau und die Mauern grau dargestellt. Die dünne Linie links neben dem Schreibtisch soll die Fenster symbolisieren. Vorher: Wie es der rote Pfeil schon anzeigt, bleibt das Chi im Raum gefangen und kann nicht sich nicht frei zwischen Tür und Fenster tarzanartig durch den Raum schwingen. Das gefällt dem Chi überhaupt nicht, und darum verursacht es Kopfschmerzen, Verspannungen, Depressionen und sonstige letale Verwicklungen. Merke: Gestautes Chi ist böse! Als mir dieser Zusammenhang klar wurde, stellte ich um drei Uhr morgens den Schreibtisch um. Nachher: Das Chi gibt Ruhe und schwingt leise vor sich hin (s. grüner Pfeil). Einen kleinen Wermutstropfen hat die Sache doch: Da sich der Abstand zwischen Schreibtischkante und Wand dramatisch verringert hat, kann ich nicht einfach meinen Stuhl vor den Fernseher schieben, sondern muss ihn mühevoll über den Schreibtisch hieven. Jetzt meine Frage: Gibt es auch eine Chi-Therapie bei Lumboischialgie? Feng-Shui-Meister vor! PS: Natürlich könnte man einwenden, dass Fernseher sowieso die reinsten Chi-Staubsauger sind, aber das hilft mir jetzt nicht wirklich weiter.