Balance

Es ist so schwer, die Balance zu halten. Hätte ich einen Stab wie die großen Künstler oder wenigstens ein Seil unter meinen Füßen, ich würde leicht wie eine Feder darüberhüpfen und würde keinen Gedanken daran verschwenden, was hinter mir oder vor mir liegt. So aber taste ich mich wie ein schweres, scheues Tier immer eine Handbreit weiter durch den Nebel vor. Wenn doch jemand käme und mir den Weg zeigte, wenn jemand wüßte, wie es um mich bestellt ist, ich würde ihn fragen können, und er hätte eine Antwort für mich. Obwohl ich schon fehlgehe, obwohl ich schon stürze, ich höre nichts. Es ist, als wäre ich weich gebettet, und ein fürchterlicher Alp hüllte mich ein wie eine wärmende Decke, während er sanft, aber mit Nachdruck auf meine Brust drückte.