Big in Japan

„Tiefe Liebe besteht darin, die geheime Liebe nicht zu offenbaren, bis man stirbt, und den Geliebten im sterbenden Herzen immer noch zu lieben.“ Tsunetomo Yamamoto: Hagakure

Was in aller Welt hat es zu bedeuten, von einem hochrangigen Manager eines japanischen Industriekonzerns mit einem Tuch beschenkt zu werden? Das Geschenk war noch dazu interessant verpackt: die Faltung war nicht symmetrisch und gerade und langweilig, sondern quer über das Eck. Alles ist in Japan ein Symbol und gleichzeitig ein Rätsel, tiefgründig und faszinierend. Ich hoffe, dass sie mein Feedback und ihre mit der Digitalkamera geschossenen Bilder wirklich für eine Verbesserung ihrer Produkte nutzen und nicht nur an einer bloßen Imitation interessiert sind. Die heutige Präsentation läßt jedoch hoffen.

Überraschend war auch das überwältigende Geschenkefeuerwerk von Mme. Jekylla, das sie mir Ende Oktober per Post zukommen ließ. Schande über mich, dass ich erst jetzt ihren Einsatz würdigen kann. Nicht nur, dass dem Paket eine handgeschriebene Postkarte beilag, nein, auch der Film „Wall-E“, das Buch „Mein fast perfektes Leben“ von Jonathan Tropper („Hackbratenhase“) und last but not least Max, der Bär, waren darin enthalten. Nicht zu vergessen natürlich eine Packung der Müslimischung „Jekylla Tropical“, die ich teils pur, teils mit Milch genossen habe. Max ziert sich zur Zeit ein bißchen und guckt auf allen Fotos, die ich von ihm zu machen versuche, zu Unrecht furchtbar grimmig drein. Dann eben nicht. Aber an dieser Stelle ein ganz, ganz furchtbar großes Dankeschön an die edle Spenderin. Es kam wie immer zum richtigen Zeitpunkt.

Und Max bewacht seither unentwegt mein Sideboard.