Letzte Nacht

Die letzte Nacht hatte ich mich wieder ruhelos hin-und hergewälzt, ohne den dringend benötigten Schlaf zu finden. Das Gefühl, noch keinen Ort gefunden zu haben, an dem ich ich selbst sein durfte, verdichtete sich kurz vor dem Einschlafen zu einer diffusen, undurchdringlichen Masse des Schmerzes. Wenn ich meine Vergangenheit mit meiner Gegenwart vergleiche, stelle ich fest, dass ich keinen Menschen mehr kenne, mit dem ich über die Dinge sprechen könnte, die mich bewegen. Die brennende Sehnsucht, verstanden zu werden, war kaum auszuhalten und löste sich in einem Tränenstrom, der mich in eine Traumwelt mit erschreckenden und trostlosen Bildern entließ.