Ungebremstes Pflanzenwachstum

Ich bekomme einen Ficus geschenkt, dessen Wurzelballen in einer mit Torf gefüllten Wanne steckt. Da ich ihn aber dauerhaft in einem hüfthohen Pflanzbecken bei anderen höchst ungewöhnlichen Pflanzen ansiedeln will, nehme ich ihn aus der Wanne und setze ihn in ein Loch, das ich vorher für seine Wurzeln gegraben habe. Hinter dem Pflanzbecken erkenne ich schemenhaft eine Terrasse und einen verglasten Durchgang. Ich kann mich nicht erinnern, hier schon einmal gewesen zu sein. Besonders ein Baum oder ein mit übergroßen Blüten übersäter Strauch erregt meine Aufmerksamkeit. Als ich den Ficus eingesetzt habe, beginnt die Pflanze plötzlich wild loszuwachsen und verliert dabei nach und nach ihre Farbe. Einer der sich drehenden und entfaltenden blassen Blüten streift dabei leicht meine Wange. „Na, wächst du jetzt mir zuliebe so?“, frage ich die Pflanze. Aber dieses Wachstum ist mir nicht geheuer; es hat etwas Krankhaftes und Auszehrendes an sich. Plötzlich erscheint B. und fragt mich, ob ich den Wurzelballen des Ficus auf zurückgebliebene Giftstoffe überprüft hätte. Natürlich, das war der Grund für das ungebremste Wachstum! Die Pflanze läßt ihre grauen, verstaubten und farblosen Blätter hängen und ist wahrscheinlich abgestorben. Enttäuscht und wütend grabe ich meinen immer noch grünen und prächtigen Ficus aus und setze ihn zurück in die Wanne.

Weltuntergang

Ein Geist oder ein engelähnliches Wesen erscheint mir und teilt mir mit, dass in einer Stunde die Welt untergehen werde: „In einer Stunde ist alles vorbei! Achte auf die Zeichen!“ Ich laufe verzweifelt durch die Gassen meiner Heimatstadt und blicke sorgenvoll zum Himmel, aber ich sehe nur einen etwas bewölkten Sommerhimmel, den ich aber wie durch einen Filter etwas rötlich wahrnehme. Aber es sind keine Strudel oder sonstige beunruhigende Phänomene zu sehen. Ich bin höchst aufgewühlt, aber mein Verstand sieht derzeit keinen Anlass zur Besorgnis. Sogar das Haus meiner Eltern steht noch. Nachdem ich es betreten habe, bemerke ich jedoch langsam, dass das Haus unheimlich still und leer ist, und auch die Räume sind wieder von einem rötlichen Schein erhellt. In heller Panik beginne ich zu schreien und renne verstört wieder zurück auf die Straße. Später sitze ich zusammen mit E. anfangs im Zeichensaal meiner Schule, aber in diese Szene schiebt sich die Kulisse eines Wohnzimmers mit schweren Vorhängen und Ledersesseln. Es gehört meiner ehemaligen Kunstlehrerin, der ich vorschlage, eine Ausstellung mit meinen Zeichnungen zu organisieren. Zu meiner Überraschung findet sie diese Idee nicht völlig abwegig. „Ja, besser jetzt; wer weiß, was du in 10 Jahren noch schaffst.“ Sie befürchtet wohl, dass in 10 Jahren meine kreative Energie erlischt, und will mich daher sofort einem Kunstpublikum vorstellen. Mir ist aber auch bewußt, dass ich mit zwei oder drei wirklich guten Zeichnungen keine Ausstellung bestreiten kann und noch eine Menge Arbeit auf mich wartet.

Das Fußballspiel und der Bischof

Ich nehme an einem Fußballspiel auf einem von Flutlicht übergossenen Platz teil. Auf den Rängen links von mir sehe ich unsere jubelnden Anhänger, die sich auf den raren Plätzen drängen. Unsere Mannschaft hat tapfer gekämpft, aber das Spiel schleppte sich bis zum Schluss unentschieden dahin. Jetzt sollen die Abstöße der Torhüter die Entscheidung bringen. Unser Torhüter legt sich zwei Bälle zurecht und nimmt einen Anlauf. Und tatsächlich donnert er den Ball unhaltbar ins gegnerische Netz. Auch der zweite Ball landet spektakulär im Tor. 2:0 – wir haben gewonnen und sind äußerst zufrieden. Um mich herum erschöpfte, aber lächelnde Gesichter. Als würde ich vom Boden verschluckt, lande ich unvermittelt in einem hölzernen Rondell, an dessen Rundungen hölzerne Sitzbänke angebracht sind. Das Rondell ist teilweise überdacht und mit verglasten Fenstern versehen. Aber am merkwürdigsten ist, dass es sich in luftiger Höhe um einen uralten Baum dreht. Es wundert mich kaum noch, hier auf den Regensburger Bischof zu treffen, der sich entspannt zurücklehnt und eine theologische Gesprächsrunde leitet. Der Bischof trägt ein langes, rotes Gewand und sein rotes Scheitelkäppchen. Obwohl ich diesen Mann in Wirklichkeit nicht ausstehen kann, wirkt er in diesem Kreis so sanft und gewinnend, dass ich überrascht und überrumpelt bin. Allerdings bemerke ich sehr schnell, dass es ihm gefällt, zu reden. Als ich etwas zur Diskussion beisteuern will, beachtet er mich kaum. Und so drehe ich an einer runden Scheibe, die über eine verborgene Mechanik das Rondell beschleunigt, bis die Haare der anderen im Wind flattern und ihnen übel wird.

Anmerkung: Einen ähnlichen Traum vom Fußballspielen hatte ich schon mal. Damals gewann meine Mannschaft allerdings mit einem ungewöhnlich hohen Ergebnis – ich glaube, es lautete 11:0, und die gegnerische Mannschaft weigerte sich, mitzuspielen. Wieder eingefallen sind mir die heutigen Traumbruchstücke beim Lesen dieses Kommentars. Die Erinnerung geht machmal schon verschlungene Wege.

Das Spiel

Ich betrete zusammen mit einem Bekannten, der einem ehemaligen Klassenkameraden ähnelt, das Außengelände der Pinakothek. Ich sehe eine große rechteckige Anlage vor mir, die zunächst größer erscheint und nach und nach auf die Größe eines Fußballfelds zusammenschrumpft. Über das Gelände sind Steinmäler, Stelen und Säulen verteilt, die in ihrer akkuraten Anordnung eher wie Grabsteine auf einem Friedhof wirken. Die Umfassung des Geländes ist eine Mauer aus hellen, würfelförmigen Granitbruchsteinen. Ich sage zu meinem Bekannten: „Das Gelände ist doch hervorragend geeignet für das Spiel, völlig quadratisch, nicht so, wie X. behauptet hat.“ Es ist mir in diesem Moment nicht klar, was X. überhaupt geäußert hat, aber bei dem Spiel handelt es sich um ein Ballspiel, vielleicht Fußball. Im nächsten Augenblick sehen wir das Gelände aus einer anderen Perspektive: direkt vor mir erhebt sich das klassizistische Gebäude der Pinakothek. Neben dem Gebäude ist der Abstand zur Mauer sehr eng und schafft so eine langgezogene, dunkle Flucht. Die Lichtverhältnisse sind ebenso künstlich wie auf einem alten Gemälde, so dass das hell von der Sonne angestrahlte Gebäude der Pinakothek fast in der Luft zu schweben scheint. Für mich ist eine leise Spur der Bedrohung spürbar, die kurz vor dem Umkippen ins Alptraumhafte steht. Später nehmen wir zu zweit an einem Quiz teil, das von einer Buchhandlung veranstaltet und im Fernsehen übertragen wird. Vor der Buchhandlung ist auf der gepflasterten Gasse ein kleiner Stand mit Büchern und einem Projektor aufgebaut. Zwei Buchhändlerinnen bedienen den Projektor und zeigen einen alten Schwarzweißfilm, der sich vor dem Dunkel der Gasse gut sichtbar abhebt. Weiterlesen

Gespräche

In einem sehr weitläufigen Gebäude findet eine große Feier statt. Ich entdecke einige Arbeitskollegen, aber auch Ärzte, Studenten und Offiziere unter den erschienenen Gästen. Das Gebäude ist eine alte, rustikale Scheune, die zu einem Wirtshaus umgebaut wurde. Die Einrichtung ist in warmes, stimmungsvolles Licht getaucht und kommt deswegen um so mehr zur Geltung. Da ich großen Hunger verspüre, laufe ich die Treppe zum ersten Stock hoch, in dem das Buffet aufgebaut ist. Zunächst habe ich Verlangen nach den frischen Weintrauben, die dort appetitlich angerichtet sind. Ich pflücke sie und will sie in eine große Schale legen, die aus einer ausgehöhlten, weintraubenähnlichen Frucht besteht, werde aber ständig angerempelt und gestört. Als die Schale auf den Boden fällt, platzt mir der Kragen, und ich fluche endlos vor mich hin. Einer meiner Arbeitskollegen ruft mir aufgebracht zu: „Was hast du denn?“ Da ich die Weintrauben nicht in Ruhe genießen kann, rühre ich mir aus verschiedenen Zutaten eine riesige Schüssel Schokoladenpudding zusammen. Neben mir taucht ein weiterer Arbeitskollege auf, der mir verschiedene Fragen stellt. Ich zögere mit der Antwort, da ich weiß, dass er mich nur aushorchen will. Weiterlesen

Kartenspiel

Ich sitze in einem Seminarraum im Keller, in den nur ein paar Sonnenstrahlen scheinen, als würde die Sonne von einem Baum oder einem großen Gebäude verdeckt. Er erinnert mich an einen Kellerraum in der Grundschule, die ich besucht habe. Es beginnt gerade ein Meeting mit einer ungewöhnlich großen Anzahl an Teilnehmern, die an den in einem Viereck aufgestellten Tischen Platz nehmen und dort ihre Unterlagen vorbereiten. Neben oder hinter mir sitzt eine mir sehr nahestehende Person – ich weiß allerdings nicht, wer es ist, ich spüre nur, dass ihre Anwesenheit großen Einfluss auf mein Verhalten ausübt. Ich will sie durch mein taktisches Verhandlungsgeschick beeindrucken und darf mir deswegen keine Fehler erlauben. Als die Leiterin der Runde das Meeting eröffnet, werden Skatkarten ausgeteilt, die ich mir dicht vor das Gesicht halte und eingehend studiere. Ich besitze sehr viele kleinere Nummernkarten und bin mir sehr unsicher, ob ich ein gutes Blatt in Händen halte und mit den anderen mithalten kann. Als mich die Leiterin fragt, ob ich mitspielen könne, antworte ich mit einem genuschelten „Noja“, kann aber zwei Karten abwerfen. Das scheint zu genügen. Als sich das Spiel dem Ende zuneigt, sehe ich, wie meine Mitspieler Münzen in kleinen Häufchen vor sich aufgetürmt haben, sie selbst aber teilweise nur noch zwei Karten ausspielen können. Ich habe zwar kein Geld, aber durch meine gesammelten Karten sehr gute Chancen, das Spiel zu gewinnen. Meine Laune bessert sich zusehends. Als ich die Karten auf den Tisch lege, handelt es sich plötzlich um kleine braune, violette und gelbe Reclam-Hefte, die mit einstelligen Ziffern nummeriert sind. Mein Tisch ist zum Schluss vollständig damit bedeckt. Schließlich öffne ich meine braune Aktentasche, um sie wieder einzusammeln, und lache im Gespräch mit meinem Nachbarn, der mir eine interessante Geschichte erzählt.

Letzte Nacht

Die letzte Nacht hatte ich mich wieder ruhelos hin-und hergewälzt, ohne den dringend benötigten Schlaf zu finden. Das Gefühl, noch keinen Ort gefunden zu haben, an dem ich ich selbst sein durfte, verdichtete sich kurz vor dem Einschlafen zu einer diffusen, undurchdringlichen Masse des Schmerzes. Wenn ich meine Vergangenheit mit meiner Gegenwart vergleiche, stelle ich fest, dass ich keinen Menschen mehr kenne, mit dem ich über die Dinge sprechen könnte, die mich bewegen. Die brennende Sehnsucht, verstanden zu werden, war kaum auszuhalten und löste sich in einem Tränenstrom, der mich in eine Traumwelt mit erschreckenden und trostlosen Bildern entließ.

Im Klassenzimmer

Ich stehe in einem Klassenzimmer, dessen Stuhlreihen nach hinten ansteigen. Vor mir in der ersten Reihe befindet sich mein leerer Platz, und offenbar habe ich gerade an der Tafel eine Aufgabe gelöst, denn ich will mich wieder setzen. Meine Klassenkameraden tragen goldene, starr lächelnde Masken und betrachten mich. Ich bekomme von meiner Lehrerin eine Aufgabe auf den Tisch gelegt, die viel zu schwer ist und die ich nicht lösen kann. Da sie sehr aufgebracht ist, will ich sie nicht auch noch durch meine Gegenrede provozieren. Ich habe das Gefühl, kaum mehr atmen zu können. Plötzlich ist es sehr wichtig, dass ich ein mir sehr gut bekanntes Mädchen der Klasse vorstelle. Ich sehe sie am Eingang stehen, aber sie ist völlig mit einem braunen Stoff umwickelt, wie er für Mäntel verwendet wird, so dass sie niemand sehen kann. Als ich mehrere Schichten des Stoffes entfernt habe, will ich nach ihrem Kopf greifen. Doch der Stoff ist vollkommen leer, und an der Stelle, an der ihr Kopf sein sollte, befindet sich nur Luft und sonst nichts. Kurz bevor mich das Grauenvolle dieser Szene erreicht, wache ich auf.

Betriebsausflug

Ich befinde mit einer Gruppe von Arbeitskollegen auf einem Betriebsausflug, der sich über mehrere Tage erstreckt. Nach einem kleinen Imbiss wollen wir unser Quartier beziehen und werden von einer Frau mit offenen, schwarzen Haaren durch die Räume geführt, als plötzlich über die Sprinkleranlage das ganze Hotel unter Wasser gesetzt wird. Ich stehe dabei mit der Gruppe im Erdgeschoss vor dem Hotel und sehe durch ein Fenster in einen kahlen Raum, in dem die Frau steht und die Augen zusammenpresst, da ihr das Wasser in Strömen über das Gesicht läuft. Ich entferne mich daraufhin von der Gruppe und lasse mich im ersten Schock rückwärts in das grüne Gras fallen. Einige lachen über mich und kommentieren meine etwas übertriebene Reaktion. Schließlich ist klar, dass wir im Freien übernachten werden und richten uns darauf ein, die Nacht auf den Bierbänken und -tischen vor dem Hotel zu verbringen. Meinen Kollegen scheint das nichts auszumachen; es steht ja eine warme Sommernacht bevor. So feiern sie unverdrossen weiter, während meine Unzufriedenheit über die fehlende Übernachtungsmöglichkeit weiter wächst und ich immer verdrossener werde. Ich werfe einen Seitenblick auf meine Kollegin M., die ich hier nicht vermutet hätte und deren Anblick meine Stimmung weiter abfallen läßt. Schließlich reiße ich mich von meinen Kollegen los, und auf die vorwurfsvolle Frage: „Was machen Sie denn jetzt?“ antworte ich gereizt: „Ich weiß nicht, was ihr macht, aber ich suche mir jetzt eine Unterkunft.“ Dabei plagt mich die Sorge, dass mein Geld für 14 Tage nicht reichen könnte, auch wenn ich nur 20 Euro pro Nacht ausgeben muss. Ich überschlage den Betrag und mache mich auf den Weg. Dabei gehe ich mehrere Stufen an einer Mauer entlang nach unten, die einen Fußgängerstreifen von der Straße abtrennt. Ich befinde mich mitten im historischen Ortskern, und vor einem mit warmen Orangetönen dekorierten Reisebüro liegen zwei Gestalten in weißen Laken auf der Mauer. Als ich auf sie zugehe, stehen sie auf und versuchen sich gegenseitig zu erhaschen. Sie spielen, lachen und benehmen sich so völlig ungezwungen, als wäre ich gar nicht vorhanden. Da sie wie blasse Vampire geschminkt sind, bin ich anfangs etwas verwirrt und halte sie für einen Jungen und ein Mädchen. Aber als ich sie aufmerksam studiere, fällt mir auf, dass es zwei Mädchen sind. Eines der beiden Mädchen trägt auffällig rote Haare, während das andere Mädchen zu ihm sagt: „Du hast aber ein komisches Blut!“ Schließlich lande ich in einer leeren Dorfwirtschaft, die ziemlich altmodisch mit dunklen Bänken und Tischen möbliert und einer ausladenden Theke ausgestattet ist. Hinter der Theke steht ein Schankkellner, zapft gerade ein Bier und mustert mich feindselig, als ich die Gastwirtschaft betrete. Hinter einem Tisch taucht der Wuschelkopf eines Arbeitskollegen auf, der sich hier mit einer grell gemusterten und verwaschenen Decke zum Schlafen hingelegt hat. Er begrüßt mich mit einem verschlafenen „Hallo!“ Ansonsten ist der riesige Schankraum des Wirtshauses völlig still, und im Hintergrund läßt sich im Dunkeln ein angrenzender, ebenfalls riesiger Saal erahnen. Plötzlich bemerke ich, dass die Tür des Wirtshauses geschlossen ist und ich zwar das Wirtshaus verlassen, aber nicht mehr zum Schlafen zurückkehren kann. Ich beginne mit dem Wirt, den ich irgendwo in diesen Räumen antreffe, über meinen Wunsch nach einem Bett zu verhandeln. Er bietet mir ein Einzelzimmer an, das ich aber mit dem schmierigen Regisseur einer Theatergruppe teilen muss. Diese Aussicht ist mir äußerst unangenehm, und ich wache auf.

Wirrsal der Träume

Das erste Fragment beginnt damit, dass ich mich fluchend auf die Suche nach einem Stückchen blauen Draht begebe, das ich für den Anschluss einer Lampe benötige. Ich finde natürlich nichts und schimpfe unaufhörlich vor mich hin. Offensichtlich scheint mir das zu gefallen, denn der nächste Traum setzt diese Tendenz fort. Er beginnt in meinem Büro, in dem ich erfahre, dass jemand aus einer anderen Abteilung seinen Schlüssel verloren hat. Ich mutmaße, dass er einen Ersatzschlüssel von seiner Chefin bekommen hat. Ich weiß zwar nicht, inwieweit ich damit befasst bin, aber es reicht für den nächsten Ausbruch einer wahren Schimpfkaskade. Dabei fällt mir ein, dass ich ein neues Passwort für den Zugang zum Wissenschaftsnetz bekommen habe. Um das Passwort zu testen, suche ich nach einer geeigneten Workstation, finde aber nur einen Computer, der in einen Spalt zwischen einem Brett und der Wand gezwängt ist. Auf der Suche nach einem Computer, den ich bedienen kann, laufe ich durch das ganze Haus. Schließlich lande ich in der Notaufnahme, in der gerade der Schichtwechsel stattfindet. Die leitende Schwester bittet mich, eine Patientin in den Rollstuhl zu hieven. Erst danach könne sie sich um mein Anliegen kümmern. In einem abgedunkelten Raum jenseits des Flurs liegt eine HNO-Patientin in einem Patientenbett, die mit einer übernatürlich weit aufgerissenen, schwarzen Mundhöhle schnarcht und überhaupt eine riesige Körperfülle aufweist. Ich verstehe, warum mich die Schwester gebeten hat, ihr zu helfen. Sie weckt die Patientin reichlich unsanft und fasst sie schließlich mit beiden Armen unter den Kniekehlen, um sie in den Rollstuhl zu heben. Ich packe mit an, aber die Patientin ist wider Erwarten federleicht. Merkwürdigerweise springt sie aus dem Rollstuhl wieder hoch und geht völlig normal im Raum umher, um ihre Tabletten einzunehmen. Kurz darauf plagt mich ein anderes Bedürfnis, und ich suche eine Toilette. Ich finde eine ganze Reihe von Toilettenkabinen, die direkt an den Flur angrenzen, aber durch einen Vorhang nur notdürftig abgeschirmt werden. Auf der Suche nach abschließbaren Toiletten gelange ich durch eine Milchglastür in einen Umkleideraum, der zwar viele Spinde enthält, aber keine einzige Toilette. Der komplett geflieste Raum ist merkwürdigerweise nahe am Boden von armdicken Röhren durchzogen und wirkt wie eine Mischung aus einem Umkleideraum im Schwimmbad und einem Heizraum. Rechts und links stehen symmetrisch die Reihen der Spinde, während man über eine kleine Rampe auf eine leicht erhöhte Galerie gelangt, von der aus man den Raum überblicken kann. Als ich einen Mann, der dort oben steht, nach Toiletten frage, sieht er zunächst durch mich hindurch, als wäre ich aus Glas. Dann hält er zwei aufgeschnittene, rote Peperoni vor meinem Gesicht in die Höhe und stellt sie aufrecht auf eine Waage. Er versucht zwar, lustig zu klingen, ist aber höchst verärgert. „Sehen Sie! Alles für die Studenten!“ Da mich die Studenten nicht interessieren und ich ganz dringend eine Toilette benötige, verlasse ich das Gebäude und stürme einen grasbewachsenen Hügel hinauf, wobei ich mich fallen lasse und vor Wut in einen Grasbüschel beiße. Dabei fällt mir mein Schlüssel aus der Hand und landet direkt vor meinen Augen. Auf einem Stück Blech, das mit dem Schlüssel am Schlüsselbund hängt, sind wichtige Hinweise eingraviert, die ich nicht entziffern kann, da ich sofort danach aufwache.