Vater und Sohn

St. TotnanSchon seit Januar hatte ich meine zweieinhalbtägige Dienstreise nach Würzburg geplant; ich wollte mich auf einem nicht zu großen Kongress mal wieder mit Kollegen in anderen Kliniken austauschen und beiläufig auch ein paar Informationen und Meinungen zu Themen sammeln, die mich beruflich schon einige Zeit beschäftigen. Gestern entschloss ich mich dann spontan, an der Abendveranstaltung des Fachverbands teilzunehmen, und wurde aus mehreren Gründen nicht enttäuscht. Es war bereits ein Erlebnis, auf der Fürstenterrasse der Festung Marienberg zu stehen und das nächtlich erleuchtete Würzburg von oben zu betrachten. Ich unterhielt mich dort mit anderen Teilnehmern angeregt über christliche Orden in Würzburg im allgemeinen und den einigermaßen bekannten, jungen Pater Manuel mit seiner Gitarre im speziellen, der wie ein Magnet Busladungen voller erlebnishungriger katholischer Hausfrauen anzieht, und, wie meine Gesprächspartnerin bemerkte, gar nicht heiraten könnte, da er so viele Frauen seelsorgerisch betreuen müsste. Nach Don-Giorgio-Imitaten muss man also auch in Würzburg nicht lange suchen. Zufällig saß ich beim Essen in der Ritterstube einem Unternehmer und seinem Sohn, der laut seinem Vater langsam an die Geschäftswelt herangeführt werden sollte, gegenüber. Weiterlesen