Irgendetwas ging damals zu Ende,

und ich kann nicht einmal sagen, was es war. So wie eben alles zu Ende geht und der Schrecken um sich greift und würgt und einen nicht mehr atmen läßt. Ich hatte eine Anzeige aufgegeben, um meine alte, verstaubte Zither loszuwerden; sie hatte mich nicht gestört, ich brauchte nur etwas Geld, um mir das Nötigste zum Essen zu kaufen. Aber auch das war nicht weiter schlimm, sondern vorhersehbar und unvermeidlich; ich kannte niemanden, den ich um Geld hätte angehen können, und meine Eltern kamen dafür nicht in Frage. Als jedoch der Käufer auftauchte, meine Zither als billigen Schrott bezeichnete und sie misshandelte, um ihr einige falsche Töne zu entlocken, da wußte ich plötzlich sehr genau, was sie mir bedeutete und welchen Teil meines Lebens sie repräsentierte. Ich wollte sie nicht hergeben, aber der Hunger war stärker. Schließlich saß ich vor den Wurstsemmeln und brachte keinen Bissen hinunter. So, denke ich mir, so muss sich der Tod anfühlen.